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  • Titel
    Folgeschäden nach der Schwammspinner-Kalamität von 1992 bis 1994 in Rheinland-Pfalz
  • Paralleltitel
    Damages caused by gypsy moth (Lymantria dispar L.) defoliation from 1992 to 1994 in Rhineland-Palatinate
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200081923
  • Quelle
  • Abstract
    Die zu Beginn der neunziger Jahre über ganz Mitteleuropa in einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß verbreitete Massenvermehrung des Schwammspinners (Lymantria dispar L.) hat von 1992 bis 1994 auch die rheinland-pfälzischen Eichenwälder erfaßt. Da die Auswirkungen eines Schwammspinnerbefalls auf mitteleuropäische Wälder bis zu diesem Zeitpunkt nur ansatzweise bekannt waren und eine erneute Massenvermehrung diesen Umfangs für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann, wurde von der Landesregierung Rheinland-Pfalz das Projekt "Schwammspinner-Folgeschäden" initiiert. Aus den Nieder- und Überführungswäldern der Befallsgebiete an der Mosel, der Saar, am Mittelrhein, an der Lahn sowie an der Nahe und in der Nordpfalz wurden selbst nach mehrmalig aufeinanderfolgendem Befall kaum gravierende Folgeschäden bekannt. Hier waren hauptsächlich Traubeneichen auf terrestrischen Standorten betroffen, die nach dem Raupenfraß nur in wenigen Fällen von Eichenmehltau (Microsphaera alphitoides GRIF. & MAUBL.) befallen wurden. Demgegenüber sind auf den meist hydromorphen Eichenstandorten der Hochwälder des Bienwaldes nach Schwammspinnerfraß und nachfolgendem starken Mehltaubefall auf den Staatswald der Bienwaldforstämter Hagenbach und Schaidt. Die Untersuchungen fanden auf zwei Ebenen statt. Einerseits wurden großräumig und flächendeckend CIR-Luftbilder (Aufnahmen vom 27. Juni 1995) in Verbindung mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) eingesetzt und andererseits fanden von 1995 bis 1997 terrestrische Untersuchungen in Beobachtungsflächen statt.