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  • Titel
    Bekämpfung der Schwammspinnerraupen im Bienwald im Frühjahr 1994
  • Paralleltitel
    Control of the Gypsy moth larvae with insecticides in the Bienwald in spring 1994
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    10 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200081922
  • Quelle
  • Abstract
    Im Sommer 1993 war erstmals auf großen Flächen des Bienwaldes ein Kahlfraß durch Schwammspinnerraupen zu beobachten. Daher wurde im Winter 1993/94 eine Überwachung der Schwammspinnerpopulation durchgeführt. Diese erfolgte durch Eigelegezählung. Je nach Bestandesalter wurde angenommen, daß durchschnittlich 2-4 Gelege pro Baum (bis 4 m Stammhöhe) im kommenden Jahr zu Kahlfraß führen werden. Basierend auf dieser Populationsdichteerhebung wurden die Bestände festgelegt, für die Kahlfraß zu erwarten war. Ein Einsatz von Insektiziden wurde nur für die Bestände vorgesehen, für die mit einem erhöhtem Ausfall gerechnet werden mußte. Um den richtigen Zeitpunkt der Behandelung zu bestimmen, wurde die Entwicklung der Raupen und des Laubes sehr intensiv beobachtet. Die Behandlung erfolgte in der Zeit zwischen 2. und 11. Mai. Eine Erfolgskontrolle wurde durchgeführt. Das Bekämpfungsziel, die Verhinderung von erneutem Kahlfraß zur Vermeidung größerer Ausfälle wurde mit den angewandten Verfahren voll erreicht. Die Bekämpfung der Schwammspinnerraupen diente ausschließlich dem Schutz besonders schaddisponierter Eichenbestände. Ein Eingriff in die Populationsdynamik war war nicht geplant. Auf unbehandelten Flächen konnte man erkennen, daß die Population wie erwartet nach dem zweiten Kahrfraß auf natürlichem Weg zusammenbrach. Allerdings war auch festzustellen, daß Mangel an Nahrung, Parasiten und die erst spät auftretende Kernpolyedrose erst nach dem zweiten Kahlfraß zum Zusammenbruch der Population führten.