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  • Titel
    Die Verwendung epiphytischer Flechten als Bioindikatoren in der Landschaftsplanung - dargestellt am Beispiel des Landkreises Hildesheim
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    7 Abb., 31 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8630
  • Datensatznummer
    200081845
  • Quelle
  • Abstract
    Die Moeglichkeiten der Verwendung von Flechten als Bioindikatoren werden am Beispiel einer Untersuchung des Landkreises Hildesheim erlaeutert. Mit floristischen und immissionsoekologischen Methoden erfolgte eine Analyse der epiphytischen Flechtenvorkommen in Hinblick auf die historische Entwicklung des Artenspektrums, die Haeufigkeit und Verbreitung der aktuell nachgewiesenen Arten sowie moegliche Luftqualitaetszonierungen innerhalb des Gebietes. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich seit dem Anfang des Jahrhunderts eine erhebliche Verarmung der epiphytischen Flechtenflora, insbesondere ein Verschwinden schadstoffempfindlicher Arten vollzogen hat, so dass heute von wenigen toxitoleranten Arten dominierte Bestaende vorherrschen. Deutliche regionale Luftqualitaetsgradienten konnten nicht festgestellt werden. Die Ursache der grossraeumigen Schaedigung der Flechten ist somit ueberwiegend auf die Wirkung von Fernimmissionen zurueckzufuehren. In geschuetzten Lagen d. Berglandes finden sich hingegen noch Vorkommen maessig empfindlicher Arten, deren Schutz im Hinblick auf eine spaetere Wiederbesiedelung des Gebietes empfohlen wird. Darueber hinaus wird die Errichtung von Dauerbeobachtungsflaechen unter dem Aspekt der langfristigen, wirkungsbezogenen Immissionsueberwachung als sinnvoll angesehen.