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  • Titel
    Bannwaelder als Refugien fuer gefaehrdete Pilze
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    1 Abb., 3 Tab., 47 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8630
  • Datensatznummer
    200081789
  • Quelle
  • Abstract
    Pilze erscheinen in naturnahen Waldreservaten in grosser Artenzahl.Als Beispiel werden die Pilzfloren von 15 untersuchten Bannwaeldern Baden- Wuerttembergs (Moorwald-, Auwald-, Eichenmischwald- und Buchen-Tannenwaldgesellschaften) angefuehrt. Die Pilzartenzusammensetzung ist stark sowohl von der jeweiligen Waldgesellschaft als auch den oekologischen Bedingungen des Wuchsortes abhaengig. Besonders empfindlich reagieren Mykorrhizapilze auf Bodeneigenschaften und deren Veraenderung, waehrend holzabbauende Pilze stark von den Klimaverhaeltnissen am Wuchsort abhaengig sind. Die Kenntnis der Autoekologie on Pilzarten ermoeglicht, sie als Indikatoren fuer folgende Standortsparameter einzusetzen: pH-Wert des Bodens, Naehrstoffangebot, Feuchtigkeitsverhaeltnisse, Hoehenlage, Waermehaushalt, Baumbestand, forstliche Nutzung, Naturnaehe eines Standortes. In Naturwaldreservaten, in denen eine ungestoerte eigengesetzliche Vegetationsentwicklung gewaehrleistet ist, koennen sich oft anderswo selten gewordene Waldltypen mit einer fuer sie charakteristischen Pilzflora entwickeln. Damit werden Waldreservate (Bannwaelder) zu einzigartigen Schutzgebieten gerade fuer diejenigen Pilzarten, die vom Aussterben bedroht sind.