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  • Titel
    Zur blattanalytischen Kennzeichnung der Salweide (Salix caprea)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    6 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8541
  • Datensatznummer
    200081518
  • Quelle
  • Abstract
    Die Salweide vermag kurzfristig hohe N-Mengen und wegen des guten Erdalkaliaufnahmevermoegens auch hohe Ca- und Mg-Mengen in den Stoffkreislauf der Vorwaldsukzession einzufuehren. Sie besitzt damit Eigenschaften einer bodenfruchtbarkeitsfoerdernden Gruenduengungspflanze herkoemmlicher Auffassung bezueglich des Stickstoffs und im erweiterten Sinn bezueglich des basischen Kationenaustausches. Beim Waldumbau auf Schadflaechen oder nach generationsweisem extremen Nadelholzanbau bieten sukzessionsangepasste Verfahren oekologische Vorteile. Die Vorwaldbaumarten schleusen kurzfristig mobiliserte Naehrelemente aus dem Boden in den oekosystemaren Stoffkreislauf ein. Dabei sind Salweide und Aspe besonders effektiv bezueglich der Erdalkalien und Birke sowie Eberesche besonders effektiv bezueglich Stickstoff und Phosphor. Bei den gegenwaertigen, saeurebetonten Immissionen sind auf armen Mittelgebirgsstandorten Kompensationskalkungen erforderlich. Salweide und Aspe koennen das erhoehte Erdalkali-Angebot bei Duengungen im Boden biologisch stabilisieren. Die Vorwaldbaumarten uebernehmen damit kurzfristig oekologische Funktionen der laubholzreichen Zielbestandstypen. Im Versuch Kahleberg z.B. produzierte die 9jaehrige Buche nur 120 kg/ha.a Blatt-Trockenmasse mit 2 kg N, 1 kg Ca und 0,3 kg Mg; sie aktivierte den Stoffkreislauf nur unwesentlich. Erst mit fortschreitender Bestandesentwicklung gehen die oekologischen Funktionen der Vorwaldbaumarten auf die Zielbestockungen ueber.