Titel
Saccharosestoffwechsel (Tages-, Jahresgang) in Fichten-Nadeln unterschiedlicher Behandlungsvarianten am Standort Edelmannshof (OTC: gefiltert, ungefilterte Luft; Freiland) : 8. Statuskolloquium
Paralleltitel
Sucrose metabolism (dirunal, annual) in spruce needles under different environmental conditions (OTC-experiment "Edelmannshof")
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12612
Datensatznummer
200081262
Quelle
Abstract
Die Entwicklung einer Pflanze hängt wesentlich von der Verteilung der Photoassimulate ab. Da Saccharose die wichtigste Transportform für fixierten Kohlenstoff ist, kommt dem Saccharose-Stoffwechsel eine bedeutende Funktion zu. Wir haben deshalb im Rahmen des OTC-Projektes "Edelmannshof" an Nadeln von sechs etwa 22-jährigen Fichten (Picea abies (L.) Karsten) in Abhängigkeit verschiedener Behandlungsvarianten (gefilterte, ungefilterte Standortluft; Freiland) Parameter bestimmt, die den Saccharose-Stoffwechsel charakterisieren. Es handelt sich dabei um Verbindungen, die als Intermediate/Regulatoren bzw. Endprodukte beteiligt sind (Stärke, Saccharose, Hexosen, Fructose-2, 6-bisphosphat) und um Enzyme, die primär den cytosolischen Stoffwechsel der Saccharose katalysieren (Saccharose Synthase (Saccharolyse); Saccharose-Phosphat Synthase, SPS (Saccharose-Synthese). Die Änderung der betreffenden Parameter wurde verfolgt im Verlauf der Nadelentwicklung (Neuaustrieb 1990 bis Oktober 1991) und am Beispiel eines Tagesganges während einer Ozonepisode (inkl. Gaswechselanalyse). Alle untersuchten Parameter zeigten charakteristische Jahres- und Entwicklungsverläufe, wobei besonders die beiden Enzyme sehr schön Änderungen im sink/source-Status der Nadeln erkennen lassen. Behandlungspezifische Unterschiede zeigten sich für die Kapazität der SPS, und für das zusätzliche bestimmte ATP/ADP-Verhältnis. Beide Größen waren in Proben aus Umgebungsluft erhöht. Während der Ozonepisode waren alle Parameter (Gaswechsel, Metabolitpools, Enzymaktivitäten), mit Ausnahme eines deutlich abgesenkten Stärkegehaltes, unverändert. Dies wird als verstärkter Abfluß von "Überschuß"-Assimilaten in den Erhaltungsstoffwechsel interpretiert.