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  • Titel
    Langfristige Effekte einer Waldkalkung auf bodenchemische Parameter, mikrobielle Biomasse und Regenwurmbesatz
  • Paralleltitel
    Long-term Effects of Forest Liming on Soil Chemical Parameters, Microbial Biomass and Earthworm Abundance
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    29 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200080902
  • Quelle
  • Abstract
    In einem Buchenbestand im Hochsauerland wurde im Jahr 1985 eine Oberflächenkalkung mit einer mittleren Ausbringungsmenge von 9 t ha-Ü durchgeführt. In einer vorhergehenden Studie konnte festgestellt werden, daß die Kalkausbringung sehr ungleichmäßig erfolgte, so daß verschiedene Stufen der Kalkungsmenge (ca. 0-20 t ha-Ü) nebeneinander auftreten. Ziel der vorliegenden Studie war es, am Beispiel von 15 Teilflächen die langfristigen Effekte einer Waldkalkung auf i) den chemischen Bodenzustand, ii) die mikrobielle Biomasse und Aktivität und iii) den Regenwurmbesatz zu untersuchen. Die ausgewähltzen 15 Untersuchungsparzellen wiesen im oberen Mineralboden pH(H20)-Werte zwischen 3,9 und 7,8 auf, und die Humusform variierte zwischen rohhumusartigem Moder und F-Mull. Die austauschbaren Ca-Konzentrationen erreichten in 20-40 cm Tiefe Werte von 1 bis 102 ömolc g-Ü. Die C-Vorräte in der Humusauflage waren auf den Mull-Parzellen um 32 t ha-Ü geringer als auf den Parzellen mit rohhumusartigem feinhumusreichem Moder. Im Mineralboden bestanden keine signifikanten Unterschiede des C-Vorrates. Die Konzentrationen an mikrobieller Biomasse im Mineralboden stieg im Bereich von pH(H20) 3,9 bis 5,3 nahezu linear an (r=0,72). Oberhalb von pH(H20) 5,3 erfolgte keine weitere signifikante Veränderung mit zunehmendem pH-Wert. Die Biomasse der Regenwurm-Fauna war auf den Mull-Parzellen deutlich höher als auf den Parzellen mit rohhumusartigem, feinhumusreichem Moder. Endogäische Regenwurmarten (Octolasion lacetum, Allolobophora rosea) und die für die Bioturbation besonders bedeutende Art Lumbricus terrestris wurden durch die Kalkung gefördert.