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  • Titel
    Historische Holznutzung und Waldstandorte im Südschwarzwald : Wissenstransfer in Praxis und Gesellschaft : FVA-Forschungstage
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    17 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13999
  • Datensatznummer
    200080856
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprogramms wird der Südschwarzwald in interdisziplinäre Untersuchungen zur naturnahen Waldwirtschaft einbezogen. Mit seinen ausgedehnten Kohlwäldern bietet er sich in diesem Zusammenhang in idealer Weise für anthrakologische (holzkohleanalytische) Studien an; denn von den weitreichenden Aktivitäten der Köhlerei zeugen dort heute noch Hunderte von alten Meilerplätzen. Für die Wissenschaft stellen derartige Fundplätze mit ihren holzkohlereichen Bodenschichten wertvolle "Geländearchive" dar, denn durch den Verkohlungsprozess werden wesentliche Merkmale des Holzes über Jahrhunderte konserviert. So kann an der historischen Holzkohle heute noch festgestellt werden, welche Baumarten und welche Holzstärken früher verwendet wurden. Auf diese Weise sind historische Waldnutzungen und damit anthropogene Einwirkungen in den Wäldern detailliert dokumentiert; zum anderen sind Eigenschaften der historischen Waldbestände festgehalten. Unterschiede der Holznutzungen, die anhand der Rückstände festgestellt werden, können auf lokale Bestockungsunterschiede innerhalb der historischen Wälder zurückzuführen sein, diese wiederum auf die verschiedenen Standortsverhältnisse in der Umgebung der Fundplätze. Unter Einbeziehung von vegetations- und standortskundlichen Untersuchungen werden also letztendlich anhand der holzkohleanalytischen Ergebnisse differenzierte Aussagen zum natürlichen Holzangebot und zur natürlichen Baumartenkombination der verschiedenen Waldgesellschaften und Waldstandorte abgeleitet. Diese können dann schließlich bei der naturnahen Bewirtschaftung unserer Wälder berücksichtigt werden.