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  • Titel
    Exposition von naturnahen Ökosystemen durch luftgetragene Pflanzenschutzmittel
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    11 Abb., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4639
  • Datensatznummer
    200080264
  • Quelle
  • Abstract
    Naturnahe Ökosysteme in direkter Nachbarschaft zu landwirtschaftlichen Flächen können durch luftgetragene Pflanzenschutzmittel exponiert werden. Um das Ausmaß des Austrages an Pflanzenschutzmitteln während und nach der Applikation als auch deren Anreicherung in den naturnahen Ökosystemen abschätzen zu können, wurden mehrere Untersuchungsserien in Flächen- und Raumkulturen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Abhängigkeit von den jeweils beim Versuch herrschender Klimabedingungen (z.B. Windstärke, Windrichtung und Lufttemperatur), Hähe und Dichte des Bestands und den physikalisch-chemischen Eigenschaften der verwendeten Mittel. Die Belastung der Nichtzielpflanzen erfolgt nicht nur während der Applikation durch Sprayduft sondern auch danach über Verflüchtigung der Wirkstoffe von der Blattoberfläche der Zielkulturen. Dabei stellt sich auf den Pflanzen der Nichtzielfläch ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Aufnahme (Adsorption, Deposition) und Verflüchtigung ein. Flüchtige Pflanzenschutzmittel erreichen zwar hohe Luftkonzentrationen über der applizieren Fläche, werden jedoch von Pflanzenblättern nur in geringem Maße aufgenommen. Dies bedingt, dass bei mäßig flüchtigen Wirkstoffen die höchsten Konzentrationen in den Nichtzielflächen gemessen wurden, die bis zu 10 % der Konzentration auf der Zielfläche betragen können. Bedingt durch den geringen Satz an experimentellen Daten und den komplexen Wechselwirkungen und deren Abhängigkeiten von Klima- und Kulturbedingungen erscheint eine verlässliche Modellierung derzeit nicht möglich, Ansätze für eine erste Abschätzung werden jedoch diskutiert.