Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Naturschutz auf Schwermetallstandorten : Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland, Belgien und den Niederlanden
  • Paralleltitel
    Nature Conservation on Sites With Heavy Metal Accumulation - Overview of the Situation in Germany, Belgium and the Netherlands
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    30 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200079948
  • Quelle
  • Abstract
    Schwermetallstandorte (zink-, blei- bzw. kupferreiche Substrate) mit einer an diese speziellen Lebensverhältnisse angepassten Flora und Vegetation finden sich in mindestens sechs Bundesländern Deutschlands. Aufgrund ihres Status' als kleinflächig ausgeprägte Sonderstandorte sowie ihrer Funktion als Lebensraum für stark bestandesgefährdete Pflanzen und Tiere sind sie als besonders schutzbedürftig einzustufen. Inzwischen sind zur Sicherung von Schwermetallrasen in fünf Bundesländern Schutzgebiete ausgewiesen und der Biotoptyp als "gesetzlich geschützter Biotop" gemäß § 30 BNatSchG eingestuft und kartiert worden. Vergleichbare Aktivitäten sind in Belgien festzustellen, während die Niederlande mit nur einem kleineren Sekundärvorkommen marginal betroffen ist. Hohe Aktualität erhält diese Entwicklung durch die Benennung zahlreicher Gebiete mit diesem Lebensraum für die Natura-2000-Kulisse in Umsetzung der FFH-Richtlinie der EU, da in diesem Schutzgebietssystem natürliche und naturnahe Schwermetallfluren ausreichend repräsentiert sein müssen. Beispielhaft hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen für ausgewählte Bereiche Schutzgebiets- und Biotopverbundplanungen modellhaften Charakters erarbeitet. Die Formulierung und Umsetzung von Maßnahmen im Sinne des Arten- und Biotopschutz auf Schwermetallstandorten führt zu mehreren Problemen wie der Abgrenzung naturnaher von naturfernen Schwermetallrasen, der Auseinandersetzung mit gegenteiligen Interessen des Umweltschutzes ("Altlastenstatus") und der örtlichen Bevölkerung sowie der Veränderung des Standortes wie der Vegetation im Zuge sukzessiver Prozesse. Dieses wie auch grundsätzliche Ziele des Naturschutzes für diesen Lebensraum werden diskutiert.