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  • Titel
    Zusammenhänge von Wald - Weide und Wildwirtschaft - Tourismus : Die Bedeutung der Almwirtschaft im Forstbetrieb Mayr-Melnhof
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    6991
  • Datensatznummer
    200079823
  • Quelle
  • Abstract
    Die Alpung von Nutztieren dient zum Heranziehen und Halten von gesunden Tieren (Gängigkeit, bedeutendes Vitamin D3 für den Knochenaufbau usw.). Die Alpung ist eine Maßnahme, damit das oft unter Fleiß von Menschenhand geschaffene und wertvolle Kulturland erhalten werden kann. Der entsprechende Vorgang und Einsatz von Weidetieren im maßvollen Savannenprinzip fördert viele Flora- und Faunamitglieder. Auch ein maßvolles Beweiden von Wald kann der Waldverjüngung förderlich sein. Generell kann die Waldweide nicht als schädlich beurteilt werden. Ein dargestelltes Koppel bzw. Wechselweidesystem in vertikaler oder horizontaler Richtung optimiert die Äsungsbedingungen von Schalenwild während der gesamten grünen Phase und regt zur Anhebung der Wachstumsleistung bzw. zur Senkung von Wildschäden im Wald an. Die entsprechende Alpung hat z.B. mit beigetragen, daß die Schälerwartung in den Jungwäldern in der Forstverwaltung Pfannberg im Rotwildgebiet auf ein Fünftel von dem vor 20 Jahren durch das Wild verursachten Schaden gesunken ist. In den nächsten Generationen wird dieser gesunde Wald an Millionen mehr Holzertrag in der Endnutzung bringen! In gesunden Durchforstungsbeständen liegt er heute schon bei ca. 10%. Die Vegetation wird bei bzw. durch eine entsprechende Beweidung zum Reduktionsfaktor von Erosion und Lawinenabgängen. Die Alpung mit geordneten Wanderwegen und Almhütten fördert den geordneten Tourismus, belebt ihn und beruhigt andererseits den unkontrollierten flächigen Tourismus. Es ist schwer, den ökologischen, landeskulturellen und volkswirtschaftlichen Wert zu errechnen. Meines Erachtens ist er enorm. Ich persönlich will nur hoffen, daß die Politik nicht so wie bisher weitermacht und erkennt, was sie anstellt, wenn dem Bauern das Überleben auf seinen Heimgütern unmöglich bzw. freudlos gemacht wird. Wolleln Sie die Freude an Ihrer Arbeit weiterhin nicht verlieren. Wehren Sie sich aber vermehrt durch Ihre demokratische Entscheidung, wie und ob der Bauer im Alpenland Österreich, diesem schönen Stück Mitteleuropa, überleben kann. Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute!