Titel
Ökotypen der Rotbuche (Fagus sylvatica L.) zeigen unterschiedliche Reaktionen auf Trockenstreß
Paralleltitel
The different reactions of beech tree (Fagus sylvatica L.) ecotypes to drought stress
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
35 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200079766
Quelle
Abstract
Ökotypen der Buche (Fagus sylvatica L.) wurden unter Freilandbedingungen im Rahmen eines Wasserausschlußversuchs in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auf ihre Sensitivität gegenüber Trockenstreß untersucht. Die eingesetzten Ökotypen stammten aus verschiedenen Regionen Baden-Württembergs und damit unterschiedlichen Standorts- und Klimabedingungen. Die Intensität des Wassermangels wurde in beiden Jahren anhand des "pre-dawn" Wasserpotentials und des relativen Wassergehaltes der blätter (FG/%), die Stressantwort der Buchen anhand des Malondialdehydgehalts, der Elektrolytleitfähigkeit und der Prolinakkumulation der Blätter quantifiziert. Die Ergebnisse der ersten Trockenperiode wurden im Forstw. Cbl. 119, 51-61 (2000) berichtet. Nach Abschluß der zweiten Trockenperiode zeigte sich zum Zeitpunkt der Messung bei allen Ökotypen auf den Behandlungsflächen eine signifikante Abnahme des Wasserpotentials gegenüber der Kontrolle. Im relativen Wassergehalt der Blätter wurde jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen den Ökotypen und der Behandlung gemessen. Ebenfalls war keine Reaktion auf den künstlich applizierten Trockenstreß im Malondialdehydgehalt und der Elektrolytleitfähigkeit des Ökotyps Forbach, eine Zunahme des Prolingehalts der Blättern gemessen. Im Tagesverlauf ergab sich keine direkte Korrelation des Prolingehalts und des Wasserpotentials der Blätter. Bei Außerachtlassung des Tagesganges wurde bei stark negativem Wasserpotential höher und bei weniger negativem Wasserpotential geringer Prolingehalte gemessen. Von den untersuchten biometrischen Parametern zeigte die Biomasseakkumulation der Ökotypen Forbach und Ravensburg und der Sproßdurchmesser aller Ökotypen einen Einfluß des Wassermangels. Die erzielten Ergebnisse beider Versuchsjahre ließen eine Ermittlung der Ökotypen in drei unterschiedliche Sensitivitäts-Klassen zu. Eine zusätzliche Zuordnung zu den Klimabedingungen des Herkunftsgebietes war aufgrund der geringen Anzahl der untersuchten Ökotypen nicht möglich.