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  • Titel
    Vormärz und 1848er Revolution unter forstgeschichtlichen Aspekten
  • Paralleltitel
    German revolution in 1848 under the aspects of forest history
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    35 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200079610
  • Quelle
  • Abstract
    Die soziale Not wird in Deutschland während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Sicht vieler Bevölkerungsgruppen mit zahlreichen forstlichen Mißständen begründet. Die betroffene Bevölkerung widersetzt sich zum Teil obrigkeitsverordneten Aufforstungen und stellt das fürstliche Jagdrecht in Frage. Zunehmende Beschränkungen von Forstberechtigungen und stetig steigende Bau- und Brennholzpreise führen zu einer Flut von Forst- und Holzfrevel. Zum einen reagieren die staatlichen Institutionen mit entsprechenden Sanktionen (Bußgelder, Inhalftierungen und Militäreinsatz). Fehlgeschlagene bürgerliche Revolten gegen diese staatlich verhängten Maßnahmen sowie die in vielen Teilen Deutschlands streng durchgreifende Forstpolizei veranlassen viele Deutsche zur Auswanderung. Zum anderen lenkt man aber auch bei bestimmten Forderungen, wie z.B. Aufhebung des fürstlichen Jagdregals, unter dem Druck der Öffentlichkeit ein. Dieses konfliktgeladene Spannungsverhältnis zwischen staatlicher Obrigkeit und Bevölkerung wird in vielen zeitgenössischen Quellen widerspiegelt. Neben einschlägigem Aktenmaterial der einzelnen Forstobrigkeiten zeichnen Militärakten, Reisebeschreibungen, Volkslieder, revolutionäres Liedgut, Gedichte, Tagebücher, Zeitungsberichte, Gefängnislisten, Gerichts- und Landratsprotokolle ein respektivenreiches Bild über die damaligen kontroversen Interessen am Wald.