Titel
Gleichgewicht, Struktur und Wachstum in Plenterbeständen
Paralleltitel
Equilibrium, structure and increment in selection forest stands
Verfasser
Erscheinungsjahr
1999
Illustrationen
26 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200079026
Quelle
Abstract
Für die zwei standörtlich, in der Struktur und im Mischungsgrad von Fichte und Tanne wesentlich verschiedenen Plenterbestände Les Arses und Hasliwald werden nach der Methode von SCHÜTZ (1989 und 1997) ideale Stammzahlverteilungskurven für Gleichgewichte abgeleitet. Es wird untersucht, wie weit die beiden Bestände von einem Gleichgewicht entfernt sind, wie sich die Bestände im Laufe der Zeit entwickeln und welchen Einfluß einige ausgewählte Sturkturparameter auf das Wachstum haben. Beide Bestände befinden sich nicht in einem idealen Gleichgewichtszustand. Alle analysierten Strukturparameter verändern sich im Laufe der Zeit. Der Derbholzvorrat erreicht in Les Arses und im Hasliwald um 1963 ein Maximum, deutlich über dem angestrebten Gleichgewichtsvorrat. Seither wird versucht, den Vorrat langsam abzubauen. Das Durchmesserwachstum, ausgedrückt durch die Einwuchsrate pi, schwankt in allen BHD-Stufen von Aufnahmeperiode zu Aufnahmeperiode recht stark, so daß über den ganzen Beobachtungszeitraum in beiden Beständen keine gesicherte Veränderung festzustellen ist. Eine ausreichende Verjüngung ist Vorraussetzung für die dauernde Erhaltung der Plenterstruktur. Bei kleinen Vorräten könnte man eine bessere Verjüngung erwarten als bei großen. In beiden Beständen sind die Einwuchsraten in der ersten BHD-Stufe bei kleineren Bestandesvorräten größer, die Beziehungen sind aber nicht gesichert. Die "Grundflächendichte stärkerer Bäume" beider Bestände, ausgedrückt durch (Gcum), hat bis in die frühen 60er Jahre für alle Stufen zugenommen. Nur in den kleineren BHD-Stufen bis etwa 34 cm scheint die hohe Dichte einen negativen Einfluß auf das Wachstum auszuüben. Die herrschenden Bäume im Plenterwald stehen weit auseinander und konkurrenzieren einander im allgemeinen nicht mehr. Die Stärkeklassenkombinationen und die Höhe des Vorrates verändern sich in beiden Beständen im Laufe der Zeit, sie haben aber keinen direkten Einfluß auf den periodischen jährlichen Zuwachs. Änderungen in der Entwicklung der Homogenität nach CAMINO (1976) waren sowohl in Les Arses und im Hasliwald zu beobachten. Sie sind in erster Linie auf die Änderung in der Bewirtschaftung nach 1963 zurückzuführen und weniger auf die Gesamtwirkung der Standortsfaktoren. Der Tannenanteil schwankt in beiden Beständen um höchstens +/-6%, ein Zusammenhang mit dem periodischen Zuwachs läßt sich nicht nachweisen.