Titel
The Use of Sequential Supercritical Fluid Extraction for Bioavailability Investigations of PAH in Soil
Paralleltitel
Einsatz von Sequentieller Superkritischer Fluid Extraktion zur Untersuchung der Bioverfügbarkeit polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
35 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4284
Datensatznummer
200078877
Quelle
Abstract
Der Einfluß des Gehaltes an organischer Substanz im Boden (SOM) auf die Bioverfügbarkeit von Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) wurde untersucht. Dazu wurden mikrobielle Abbauexperimente durchgeführt und die Ergebnisse mit den Daten einer Sequentiellen Superkritischen Fluid Extraktion (SSFE) verglichen. Zwei Modellböden mit unterschiedlichem Gehalt an organischer Substanz (Boden 1:2,1 %, Boden 2:8 %) wurden mit Anthracenöl kontaminiert, welches Fluoranthen als Hauptkomponente enthält. Nach der Kontamination wurden die Böden über 135 Tagen gelagert, um den Einfluß der Alterung auf die biologsiche Abbaubarkeit sowie die Extrahierbarkeit von Fluoranthen zu bestimmen. Weiters wurden Experimente mit einem Industrieboden durchgeführt, der bereits vor Jahrzehnten kontaminiert wurde. Für nicht gealterte Proben wurde verstärkter Abbau im Boden 2 (höeherer Gehalt an organischer Substanz) festgestellt. Für gealterte Proben jedoch, war der mikrobielle Abbau in Boden 2 geringer, was auf stärkere Sorption von Fluoranthen in humusreichen Böden zurückzuführen sein dürfte. Zur Beurteilung des Rückhaltevermögens bzw. Freisetzungsverhaltens von PAH im Boden wurde eine SSFE-Methode, bestehend aus acht aufeinanderfolgenden Extraktionsschritten, entwickelt. Für gealterte kontaminierte Modellböden wurden geringe Extraktionsausbeuten bei hohen Gehalten an organischer Substanz festgestellt. Diese Daten stimmen mit den Ergebnissen der mikrobiellen Abbauversuche überein. Jedoch konnten für nicht gealterte Proben mit verschiedenen Humusgehalten keine unterschiedlichen Extraktionsausbeuten erzielt werden. Für Industrieboden wurde ein umgekehrt proportionaler Zusammenhang zwischen der Extraktionsausbeute und dem Molekulargewicht der PAH beobachtet.