Titel
Quantitative Erfassung der Pilzinfektionen in Fichte nach Grünästung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
19 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8320
Datensatznummer
200078850
Quelle
Abstract
In den Jahren 1978, 1979 und 1980 waren Fichten an fuenf Standorten in Baden- Wuerttemberg jeweils im Juli und im Oktober gruengeaestet worden. Die Aestungshoehe betrug bis zu ca. 10m. 1993-94 wurden pro Standort 30 geaestete und fuenf Kontroll-Baeume untersucht. Die Qualitaet der Aestung war vorbildlich; d.h. es waren kaum Astring- und Rindenverletzungen oder Aststummel festzustellen. Faeulen und holzzerstoerende Pilze waren in den ueber 4000 Proben von je 20 mm3 kaum nachweisbar. Nennenswerte, jedoch tolerierbare Verfaerbungen traten ausschliesslich im asthaltigen Reifholz von wenigen Baeumen auf. Nectria fuckeliana war aus den geaesteten Baeumen, insbesondere aus deren Aststummeln am haeufigsten zu isolieren. Das nach der Aestung hinzugewachsene Holz war praktisch frei von pilzlich bedingten Veraenderungen. Zum Vergleich wurde auch Material von Trockenaestungen herangezogen. Bakterien besiedelten verstaerkt die gruengeaesteten Aststummel, jedoch kam es nicht zum Uebertritt zum benachbarten Splint- oder Reifholz. Bezueglich Infektionen mit Nectria fuckeliana zeigte die Sommeraestung kleine Vorteile gegenueber der Herbstaestung. Insgesamt bergen jedoch beide Termine praktisch kein Risiko der Holzentwertung, wenn die Aestung sorgfaeltig durchgefuehrt wird.