Titel
Regenerationsfähigkeit von Kiefern (Pinus sylvestris L.) und Befall durch rindenbrütende Sekundärschädlinge nach Fraß der Nonne (Lymantria monacha L.)
Paralleltitel
Regeneration of Pine Trees (Pinus sylvestris L.) and Attack of Bark Beetles after Defoliation by the Nun Moth (Lymantria monacha L.)
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200078589
Quelle
Abstract
Das Regenerationsvermögen von Kiefern nach Nonnenfraß und der Einfluss rindenbrütender Sekundärschädlinge wurde in 3 gleichaltrigen einschichtigen 41- bis 44-j. Kiefernreinbeständen untersucht. Bei gering mitherrschenden und unterdrückten Kiefern führte der Fraß der nonne zu stärkeren Nadelverlusten als bei herrschenden Bestandesgliedern. Bis zu Nadelverlusten von 90 % war das Austriebsvermögen der Kiefern nicht nenneswert beeinträchtigt, Restbenadelungen unter 5 % führten zu erhöhten Knospenmortalität und schränkten das Regenerationsvermögen ein. Nach starken Nadelverlusten starben einzelne Bäume ab, wobei Kiefern der niederen sozialen Klassen mit geringer Restbenadelung bevorzugt von rindenbrütenden Käferarten befallen wurden. Die häufigsten Sekundärschädlinge waren: Pissordes piniphilus, Pissodes pini, Blastophagus piniperda und Cerambycidae im Stammbereich, sowie Pityophtorus lichtensteini im Astbereich. Eine großflächige Bestandesgefährdung durch den Fraß der Nonne ist in gleichaltrigen undurchforsteten Kiefernreinbeständen in der Regel nicht gegeben, der Einsatz von Insektiziden kann daher unter Berücksichtigung besitzartenspezifischer Besonderheiten auf das unbedingt nötige Maß begrenzt werden. Zur Reduktion der durch rindenbrütende Insektenarten verursachten Abgänge sind Sanitärhiebe möglich, bei denen jedoch nur befallene und abgestorbene Bäume entnommen werden sollten. Etwa 2 bis 3 Jahre nach dem Nonnenfraß können die Bestände wieder planmäßig durchforstet werden.