Titel
Die Nachweisbarkeit der Holzzersetzung durch Ustulina deusta im Vergleich mit anderen Faeuleerregern
Verfasser
Erscheinungsjahr
1995
Illustrationen
37 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8320
Datensatznummer
200078506
Quelle
Abstract
Es wurden zwei Geraete zur Beurteilung der Holzzersetzung durch Ustulina deusta (Hypoxylon deustum) verglichen, der 'Metriguard-Impuls hammer' (Messung der Schallgeschwindigkeit) zum Faeulenachweis und das Fractometer, ein Geraet, das durch Brechen von Bohrkernen Festigkeitsverluste misst. Mit dem Schallgeschwindigkeitsmesser konnte eine Ustulina deusta-Faeule weder in natuerlich infizierten Baeumen noch in inokulierten Holzproben nachgewiesen werden. Das Geraet konnte aber Faeulen in Holzproben anzeigen, die mit den Weissfaeuleerregern Fomes fomentarius, Ganoderma pfeifferi, Polyporus squamosus und dem Braunfaeuleerreger Laetiporus sulphureus inokuliert worden waren. Mit dem Fractometer konnten grosse Festigkeitsverluste in Bohrkernen nachgewiesen werden, die mit allen Testpilzen inkubiert worden waren. Dies gilt auch fuer eine beginnende Holzzersetzung durch Ustulina deusta. Die lichtmikroskopisch erkennbaren Muster des Zellwandabbaus durch Ustulina deusta liessen sich mit der makroskopisch erkennbaren bruechigen Struktur des zersetzten Holzes und mit den Messergebnissen an beiden Geraeten vereinbaren. Sowohl in natuerlich infizierten Baeumen als auch in kuenstlich infizierten Holzproben entwickelte sich zuerst eine Moderfaeule mit der Bildung von Hoehlungen in der S2-Schicht der Sekundaerwand. Dann kam eine Weissfaeule hinzu, wobei aber ueber laengere Zeit ein bruechiges, ligninreiches 'Skelett' erhalten blieb, das offenbar die Schallwellen ohne wesentliche Beeinflussung ihrer Geschwindigkeit leitet.