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  • Titel
    Accessory antlers in male Cervidae
  • Paralleltitel
    Akzessorische Geweihstangen bei männlichen Cerviden = Bois accessoires chez les Cervidés mâles
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    12 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200078105
  • Quelle
  • Abstract
    Gelegentlich treten bei männlichen Cerviden akzessorische (überzählige) Geweihstangen (sog. Nebenstangen) auf. Zumeist wachsen diese knöchernen Protuberanzen von permanenten Rosenstöcken, die als Folge wiederholter Verletzungen der Frontalia, Nasalia oder Parietalia entstanden sind. Die überzähligen Geweihstangen werden periodisch mineralisiert, abgeworfen und regeneriert und können über mehrere Jahre existieren. Drei Beispiele solcher Nebenstangenbildungen bei telemetacarpalen Cervidenarten (Reh, Capreolus capreolus, Weißwedelhirsch, Odocoileus virginianus; Elch (Alces alces) werden besprochen. Beginn und Verlauf des Nebenstangen-Wachstums sowie Mineralisation und Abwurd der Nebenstangen entsprachen zumeist weitgehend den entsprechenden Vorgängen an den Hauptstangen. Die Fähigkeit des kompetenten Periostes des "Geweihbildungsfeldes" zur Genese von Geweihstrukturen spielt eine entscheindende Rolle bei der Bildung akzessorischer Geweihstangen. Die unterschiedliche Lokalisation der Nebenstangen und deren unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeit während verschiedener Geweihzyklen werden im Hinblick auf die Entstehung von periodisch gewechselten Geweihen bei den ausgestorbenen Vorläufern der Cerviden diskutiert.