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  • Titel
    Über maximale Auslaufstrecken von Lawinen und die Bestimmung der Reibungsbeiwerte ö und Xi : Naturraum-Analysen zum Zwecke der Katastrophenvorbeugung in Schutzwasserbau und Raumordnung : INTERPRAEVENT
  • Paralleltitel
    On Observed Maximum Runout Distance of Snow Avalanches and the Determination of the Friction Coefficients ö und Xi
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1980
  • Illustrationen
    7 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13124
  • Datensatznummer
    200077665
  • Quelle
  • Abstract
    Bei der Bearbeitung von Lawinengefahrenkarten braucht man für die Abgrenzung von Flächen verschieden starker Gefährdung lawinendynamische Kriterien. Dies sind vor allem die Geschwindigkeit und die Auslaufstrecke der Lawinen. Im Jahre 1955 hat A. Voellmy eine Lawinendynamik veröffentlicht, die in der Praxis weit verbreitet Anwendung gefunden hat. Seine Gleichungen werden seit 17 Jahren auch vom EISLF gebraucht, um die Lawinenkräfte und Auslaufstrecken zu berechnen. Zudem aht B. Salm (EISLF) [6] eine weitere Gleichung zur Berechnung von Auslaufstrecken aufgestellt. In den Gleichungen sowohl von Voellmy als auch von Salm treten zwei Reibungsparameter ö und Xi auf. Über deren Zahlenwerte ist nur wenig bekannt, und in Fachkreisen gehen die Meinungen darüber zum Teil auseinander. In der vorliegenden Arbeit werden Beobachtungen über außerordentlich große Auslaufstrecken mitgeteilt. Zudem werden die Beobachtungen dazu benützt, um Zahlenwerte für die Reibungsparameter zu berechnen. Für die Bearbeitung von Lawinengefahrenkarten interessieren nur die Werte extremer Lawinen, das heißt untere respektive obere Extremwerte für ö und Xi. Für die "Eichung" der Reibungsbeiwerte wurden 10 Lawinen verwendet, die in den Wintern 1915/16, 1950/51, 1967/68, 1974/75 und 1977/78 während außerordentlich großer und intensiver Schneefälle niedergingen. Für die Lawinen ergibt sich das Wertepaar ö = 0,155/Xi = 1120 m/s¬ für die Gleichung nach Voellmy und ö = 0,157/Xi = 1067 m/s¬ für die Gleichung nach Salm. Diese Werte stimmen nur teilweise mit den bis jetzt vom EISLF mehr gutachtlich verwendeten Werten überein. Es wird empfohlen, für extreme Fließlawinen (Neuschnee; weiche Schneebretter) zum Beispiel das Wertepaar ö = 0,16/Xi = 1360 m/s¬ zu verwenden.