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  • Titel
    Endophytische Pilze in Blättern und Zweigen von Quercus petraea
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    41 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8320
  • Datensatznummer
    200077344
  • Quelle
  • Abstract
    An einem Eichenstandort in Ostoesterreich wurde 1989 die Endophytenflora der Traubeneiche (Quercus petraea) auf Artenzugehoerigkeit, Haeufigkeit sowie Befallsdynamik untersucht. Zur Erfassung der Pilzarten wurden 1800 Blaetter und 320 Zweigstuecke herangezogen. Waehrend der Vegetationszeit waren im Durchschnitt 97% aller Blaetter und 84% aller Zweige von endophytischen Pilzen besiedelt. Aus Blaettern konnten insgesamt 78, aus den Zweigstuecken 45 Arten bzw. Pilzgattungen isoliert werden. In taxonomischer Hinsicht gehoerten 98% zu den Deuteromyceten resp. deren Ascomyceten-Teleomorphen. Als haeufigste Arten konnten aus Blaettern Aureobasidium (Kabatiella) apocryptum (48,2%) sowie Apiognomonia quercina (24,9%) isoliert werden, wobei hier deutliche Unterschiede in der Befallshaeufigkeit einzelner Blattpartien festgestellt werden konnten. In den Zweigen war Colpoma quercinum der dominierende Endophyt. Bezueglich der Befallsdynamik konnte zwar sowohl in den Blaettern als auch in den Zweigen ein allgemeiner Haeufigkeitsanstieg waehrend der Vegetationsperiode festgestellt werden; bezogen auf einzelne Pilzarten ergaben sich jedoch Unterschiede in der Lage der Haeufigkeitsmaxima. So wurden Aureobasidium apocryptum, Cladosporium cladosporioides und Alternaria besonders haeufig im September, Verticicladium trifidum dagegen fast nur im Mai und Apiognomonia quercina am haeufigsten im Juli isoliert. Phytopathologisch ist die Feststellung bemerkenswert, dass einige Pilzarten (Apiognomonia quercina, Aureobasidium apocryptum, Colpoma quercinum), die in der Literatur als Schwaecheparasiten bezeichnet werden, zumindest zeitweise in pflanzlichem Gewebe vorhanden sein koennen, ohne erkennbare Krankheitssymptome zu verursachen.