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  • Titel
    Pilzsukzession im Splintholz der Fichte nach Befall durch Ips typographus
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    40 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8320
  • Datensatznummer
    200077157
  • Quelle
  • Abstract
    Die Pilzsukzession an gesunden Fichten nach einem erfolgreichen Befall durch den Borkenkaefer Ips typographus wurde ueber einen Zeitraum von 130 Wochen verfolgt. Die Untersuchung wurde in Suedost-Norwegen waehrend einer Gradationsperiode durchgefuehrt. Es wurden die Feuchte des Splintholzes, die Reaktion des Baumes und die Aktivitaet der Kaefer registriert. Der Befall mit Pilzen wurde an Probescheiben ermittelt, die in 1, 5, 10 und 15 m Hoehe entnommen wurden. Die Pilze drangen anfangs nur sehr langsam in das Holz ein, ihr Wachstum beschleunigte sich aber waehrend der 4. Woche nach Beginn des Kaeferbefalls. Die Myzelfront bewegte sich wenige mm von der erkennbaren Verblauungszone in Richtung auf das Kernholz und kam dort zum Stillstand. Die Blaeue entwickelte sich in Lardal im Jahr 1979 und bei As im Jahr 1980 aehnlich, es ergaben sich jedoch einige Differenzen, die mit der Luftemperatur in Zusammenhang stehen. Die verschiedenen Pilzarten besiedelten das Splintholz der Reihe nach. Die pathogene Art Ophiostoma polonicum trat als Primaerbesiedler waehrend der ersten Woche des Kaeferbefalles auf, danach kamen andere, ebenfalls von Kaefern uebertragene Arten. Die Sekundaerbesiedler O. bicolor, Graphium sp. 1, O. penicillatum und O. ainoae infizierten den Splint waehrend der ersten 3 Wochen und erreichten ihr Maximum innerhalb von 10 Wochen. "Teritaere" Pilze, welche wahrscheinlich auch von Kaefern uebertragen werden, traten weniger haeufig auf als Sekundaerpilze. In dieser Gruppe befanden sich die ersten Hymenomyceten (nur wenig aktive Weissfaeuleerreger). In spaeteren Stadien war die Sukzession vom Wassergehalt des Splints abhaengig. Starke Weissfaeuleerreger infizierten den Splint an der Stammbasis, wo die Feuchte guenstig blieb, waehrend cf. Trichoderma viride in den trockeneren Teilen der Baeume dominierte, wo die Feuchte im Verlauf von 75 wochen bis zum Fasersaettigungspunkt absank. Der starke Kaeferbefall mit durchschnittlich 3,7 Einbohrloechern pro Quadratdezimeter ueber mehr als 10 m Stammlaenge brachte die Baeume schnell zum Absterben, so dass kein sekundaerer Harzfluss auftrat.