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  • Titel
    Strukturelle Reaktionen der Rinde von Pinus sylvestris-Saemlingen auf mechanische Verletzung und Infektion durch Armillaria ostoyae
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    27 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8320
  • Datensatznummer
    200077119
  • Quelle
  • Abstract
    Sechsjaehrige Kiefernsaemlinge wurden mit A. ostoyae (auf infizierten Stammabschnitten von Hasel, Corylus avellana) inokuliert. Die Inokulationen erfolgen nach Entfernung des Rhytidoms am Stamm oberhalb des Wurzelhalses. Bei einem Teil der Saemlinge waren 20 Tage vor der Inokulation 90% der Nadeln entfernt worden. Rindenproben der Inokulationsstellen wurden histologisch und histochemisch auf Infektionstiefe, Nekrotisierung, Lignifizierung, Suberinisierung und Bildung eines nekrophylaktischen periderms (NP) untersucht. A. ostoyae infizierte die verletzte Rinde zuerst mit intrazellulaeren Hyphen. Spaeter entwickelten sich interzellulaere Rhizomorphen. Die Hyphen starben ab, bevor sie tiefer in die Rinde eindringen konnten; die Rhizomorphen durchwuchsen das nekrophylaktische Periderm und infizierten sowohl das funktionelle Phloem als auch das Kambium. Bei den entnadelten Kiefern breitete sich die Infektion tiefer aus und die Lignifizierung war staerker ausgepraegt als bei den nichtentnadelten Pflanzen. Ein lignifiziertes Gewebe, das aus Parenchymzellen mit einem duennen, suberinartigen inneren Zellwandbereich besteht (SIT), entwickelte sich ausserhalb des NP. Der Hauptunterschied zwischen der Reaktion auf Verletzung und Infektion bestand im Ausmass und inder zeitlichen Abfolge des Prozesses. A. ostoyae verzoegerte die Bildung des NP und schraenkte die anzahl der Zellen ein, welche lignifizieren und SIT bilden, erhoehte aber gleichzeitig die Zahl der lignifizierten Zellschichten.