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  • Titel
    Die Waldentwicklung nach Windwurf in den Hochlagen des Nationalparks Bayerischer Wald
  • Paralleltitel
    Forest development after windthrow in high elevations of the Bavarian Forest National Park
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    68 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14602
  • Datensatznummer
    200076709
  • Quelle
  • Abstract
    Im Frühjahr 1992 wurde analog den Tal- und Hanglagen in einem 0,83 ha großen naturbelassenen Windwurf, der 1984 in den Hochlagen entstanden war, eine Dauerbeobachtungsfläche eingemessen und vermarktet. Ausgehend von unversehrt gebliebenen Altbeständen quert der Transekt den durch Borkenkäferbefall entstandenen Totholzsaum und den Windwurf. Anhand detaillierter Aufnahmen, die zunächst im 5-jährigen Turnus durchgeführt werden, wird die Waldentwicklung nach Windwurf ohne direkte menschliche Einflussnahme beobachtet und dokumentiert. Neben den Vegetationsveränderungen kann die Bedeutung des Mosaiks unterschiedlichster Kleinstandorte für die Wiederbewaldung und die zukünftige Waldstruktur untersucht werden. Der untersuchte Waldbestand ist gemessen an der Höhenlage mit 816 VfmD/ha - 23 % davon liegendes und stehendes Totholz - sehr vorratsreich. Die Bäume sind in unterschiedlich dichten Rotten angeordnet. Trotz erheblicher Altersunterschiede wurde eine geringe Durchmesserdifferenzierung festgestellt. In den Altbeständen war bereits eine sehr üppige Krautschicht entwickelt (mittlere Deckung ca. 70 %) beteiligt waren aber nur wenige Arten. Kleinstrukturen spielten mit durchschnittlich 11 % Flächenanteil nur eine geringe Rolle. 1992 wurde dort reichlich Naturverjüngung - im Mittel 2200 Fichten (73 %) und 800 Vogelbeeren (27 %) je Hektar - gefunden. Fichten und Vogelbeeren wachsen überwiegend in Gruppen. Während bei Fichten begünstigte Kleinstandorte maßgeblich sind für die Klumpung - 1992 wuchsen 53 %, 1997 72 % der Pflanzen auf Moderholz - scheint bei der Vogelbeere die Art der Samenverbreitung entscheidend zu sein.