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  • Titel
    Erfahrungen aus Hochlagenaufforstungen seit 1865 (Methoden - Aussichten - Erfolge) : INTERPRAEVENT
  • Paralleltitel
    Experiencies of High Altitude Afforestations since 1865 (Methods - Future aspects - Success)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1984
  • Illustrationen
    2 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13124
  • Datensatznummer
    200076659
  • Quelle
  • Abstract
    Anhand neuester Untersuchungen von rd. 30jährigen Hochlagenaufforstungen u.a. im Mur-, Ziller- und Pitztal, sowie von über 100jährigen Projekten in der Schweiz, von Analysen natürlicher Wiederbewaldungsstadien sowie Auswertungen zahlreicher Gespräche und Diskussionen mit Praktikern werden die vorläufigen Erkenntnisse bzw. Empfehlungen formuliert wie folgt: Planung: - Schaffung von langfristig wirksamen, regionalen und lokalen "Hochlagen-Entwicklungsplänen", - Möglichkeit einer automatischen, digitalkartographischen Darstellung der überlagerten, objektiv erfaßbaren Geländedaten (Seehöhe, Exposition, Neigung, Vegetationsgesellschaft, Relief u.a.). Vorbereitung: - Gewinnung autochtonen Saatgutes lokal vorhandener Restindividuen, - Anzucht nicht einseitig oder überdüngter Pflanzen in der dem Pflanzort vergleichbaren Klimazone, - Auswahl der Pflanzorte nach: + Seehöhe (keine Angst vor großen Höhen), + Exposition (S-W Lagen bevorzugen), + Neigung (sehr steile, felsige, zuerst ausapernde Abbruchzonen ohne mechanische Fremdeinwirkung von oben sowie unbeeinträchtigte Flächenbereiche ohne wesentlichen Schneeschub vorziehen), + Relief (in schneereichen Lagen Kuppen bepflanzen; in schneeärmeren Gebieten Kuppen und Mulden aussparen), + Bodenart - Gründigkeit (verdichtete, kalte Böden vermeiden), + Bodenoberfläche (blockige Standorte mit Steinplatten bevorzugen), + Vegetationsausbildung (nach System "Wind-Schnee-Ökogramm" Zeigerpflanzen beachten), + Erosionsgefahr (mechanische Fremdeinwirkungen von oben berücksichtigen), + "Stumme Zeugen" (vorhandene natürliche Baumvegetation interpretieren). - Vorbereitung der Pflanzorte 2 - 5 Jahre vor Auspflanzung (Pflanzlöcher, Bermen leicht einwärts geneigt). Durchführung: - sorgfältige Lochpflanzung in rottenähnlicher Form, - sorgfältiger Schutz vor Weidevieh, Wild, Schifahrern. Pflege: - konsequentes, sorgfältiges, jährliches Ausschneiden der von agressiven Schädlingen befallenen Individuen (negative Auslese), - Nachbesserungen, - Auflockerung von dichten, bereits vermutlich gesicherten Teilen (positive Auslese); Schaffung von rottenähnlichen, kollektiven, selbständig-stabilen Einheiten. Weiters wird die Anlage einer "Modellaufforstung" nach erwähnten Kriterien empfohlen.