Titel
Die Geschichte von Fuchs, Luchs, Bartgeier, Wolf und Braunbär in der Schweiz - ein kurzer Überblick
Paralleltitel
History of the red fox, lynx, bearded vulture, wolf and brown bear in Switzerland - a brief overview
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
45 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
200076378
Quelle
Abstract
Luchs, Wolf und Bartgeier sind aus der Schweiz und dem ganzen Alpenbogen am Ende des 19. Jahrhunderts verschwunden, einzig der Bär hat in einer kleinen Population in den italienischen Alpen überlebt. Die gegenwärtige Zunahme der Grossraubtierpopulationen in Europa betrifft auch die Alpen und die Schweiz: Luchs und Bartgeier sind wiederangesiedelt worden. Der Wolf kommt als Folge der Ausdehnung der Apenninenpopulation natürlicherweise zurück. Er machte zu Beginn er 1990er Jahre den Sprung aus dem Apennin in die Alpen und trat 1995/96 erstmals in der Schweiz auf. Seither tauchen immer wieder einzelen Tiere in den Kantonen Wallis, Tessin und neuerdings auch im Graubünden auf. Der Bär breitet sich von Slowenien her westwärts entlang der Alpen aus. Zusätzlich wurde seit 1999 das Restvorkommen im Trentino mit Bären aus Slowenien aufgestockt. Mit dieser Art muss in naher Zukunft in der Schweiz gerechnet werden. Mit den Grossraubtieren kehren auch viele Vorurteile zurück. Bei Luchs und Wolf geht es einerseits um die Übergriffe auf Haustiere und andererseits empfinden die Jäger diese Arten als Konkurrenten bei der Bejagung der Paarhufer. Der Rotfuchs verschwand nie aus der Schweiz. Die Population erfuhr im 20. Jahrhundert als Folge einer Tollwutwelle und grosser Veränderungen in der Landwirtschaft eine grosse Dynamik. Seit Anfang der 1990er Jahre besiedelt der Fuchs die grösseren Städte der Schweiz. Er wird als Überträger von Krankheiten auf Menschen und Haustiere gefürchtet und als Konkurrent bei der Niederjagd und Predator von Rehkitzen bekämpft.