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  • Titel
    Chemie von Quellwässern in bewaldeten Einzugsgebieten des Erzgebirges
  • Paralleltitel
    Springwater Chemistry of Forested Water Catchment Areas in the Erzgebirge
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200076360
  • Quelle
  • Abstract
    Im Osterzgebirge wurden 44 oberflächennahe Quellen und quellnahe Fließgewässer aus bewaldeten Wassereinzugsgebieten auf ihre stoffliche Zusammensetzung untersucht. Die Azidität der Gewässer, ausgedrückt als pH-Wert und Säureneutralisationskapazität, hängt von der Qualität der Bodenformen in ihrem Einzugsgebiet ab. Die kartierten forstlichen Bodenformen, definiert durch den Gesteinszersatz, die periglazialen Deckschichten und die rezente Bodenentwicklung, kennzeichnen Wassereinzugsgebiete und die zu erwartende Quellwasserqualität besser als die abgedeckt kartierten anstehenden Gesteine. Die Quellen der Oberen Berglagen weisen im Vergleich zu den Unteren Berglagen höhere Nitrat-Konzentrationen auf. Beim Sulfat-Schwefel verhalten sich die Höhenstufen umgekehrt. In Gewässern von sauren Gneis-, Rhyolith- und Sandsteinbodenformen im Einzugsgebiet erreichen die Kationensäuren bis zu 50 % des Kationenanteils. Die Aluminium- und Mangangehalte liegen größtenteils über den Grenzwerten der EU-Trinkwasserrichtlinie 1998. Die Basaltbodenformen puffern dagegen die Säuren quantitativ und die typischen Graugneisbodenformen annähernd quantitativ ab. Sie liefern diesbezüglich mangelfreies Wasser. Die stoffliche Zusammensetzung der Quellen wird durch die Wasserflüsse im Boden modifiziert. Quellen mit oberflächennahem Zufluss unterscheiden sich grundsätzlich von Tiefenquellen mit altem Wasser.