Titel
Bodenversauerung und Photosynthese von Buchen : Ergebnisse von Zeitvergleichen und einem Düngungsversuch
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
25 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
13201
Datensatznummer
200076165
Quelle
Abstract
An etwa 140-jährigen Altbuchen auf podsoliger, schwach pseudovergleyter Braunerde wurde untersucht, ob eine langfristige Basenverarmung des Bodens Auswirkungen auf den Gaswechsel hat. Zu diesem Zweck wurde der diurnale Verlauf von Nettophotosynthese, Dunkelatmung und Transpiration mit klimatisierten Küvetten über drei Vegetationsperioden (1986,87,88) hinweg an einem Baum verfolgt, an dem gleichartige Messungen bereits 1968 vorgenommen worden waren. Zusätzlich wurden mit einem Gaswechselporometer Kurzzeit-Messungen von Nettophotosynthese und Transpiration an Buchen dreier Düngungsvarianten (Kalkdüngung, Ammoniumsulfatdüngung, ungedüngte Kontrolle) durchgeführt. Eine Änderung des Photosynthesevermoegens (hier definiert als die auf die Blattflächeneinheit bezogene Nettophotosyntheserate bei natürlichem CO2-Partialdruck, optimalen Temperatur- und Feuchtebedingungen sowie nicht limitierender Strahlung) lässt sich gegenüber 1986 nicht beobachten. Zudem macht die im Vergleich der drei Messjahre ermittelte grosse interannuelle Variabilität eine zuverlässige Feststellung langfristiger Trends nahezu unmöglich. Als Folge der Kalkung treten erhöhte Ca- und Mg-Gehalte der Blätter auf. Eine Steigerung der photosynthetischen Leistungsfaehigkeit, ausgedrückt als Nettophotosyntheserate in Abhängigkeit von der Blattleitfähigkeit, resultiert daraus jedoch nicht. Somit lässt sich folgern, dass die Basenverarmung des Bodens bisher nicht zu einem die Photosynthese beeinträchtigenden Mangel an Ca und Mg in den Blättern geführt hat. Die hohe, nicht praxisrelevante N-Düngung (140kg N/ha jährlich) hat dagegen eine verringerte photosynthetische Leistungsfähigkeit zur Folge, und damit auch ein ungünstigeres Verhältnis von Wasserverlust zu CO2-Gewinn der Blätter.