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  • Titel
    Die Ursachenanalyse der Hochwasser 1987 : Schutz des Lebensraumes vor Hochwasser, Muren und Lawinen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Klagenfurt
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    2 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13124
  • Datensatznummer
    200075785
  • Quelle
  • Abstract
    Wie immer bei komplexen Naturereignissen fuehrte eine Kombination verschiedener Faktoren, jeder fuer sich gar nicht so selten, zu den ausserordentlichen Hochwassern des Jahres 1987. Im besonderen sind zu erwaehnen: Hohe Temperaturen, grosse Niederschlagssummen, unguenstige Verteilung der Intensitaet und hohe Reliefenergie. Zu den Lehren die aus dem Ereignis gezogen werden koennen, zaehlt: Die Bedeutung der Niederschlagsumme wird bei kleinen steilen Einzugsgebieten im Vergleich zur Niederschlagsintensitaet eher unterschaetzt. Extreme Hochwasser sind in hochalpinen Lagen eher im Spaetsommer zu erwarten, denn die winterliche Schneedecke muss durch laengere Waermezufuhr reif zur Schneeschmelze gemacht werden. Fuer Murgaenge die den Talboden erreichen waren Niederschlagsummen von 150 bis 250mm/Tag erforderlich. Die groessten Schaeden entstanden durch fluviatile Erosion und durch Murgaenge. Die Schaeden durch Ueberschwemmen war nur in der Urner Reussebene bedeutsam. Fast 50% der Gesamtschaeden betrafen bauliche Schaeden an der Infrastruktur (Strasse, Bahn, PTT). Schutzwasserbauten sind entsprechend den massgebenden Prozessen (Ueberschwemmen, Erosion, Ablagerung zu bemessen und ihre Sicherheit ist dem Schadenpotential anzupassen. Bei hohen gefaehrdeten Werten ist vermehrt auf den Objektschutz zurueckzugreifen.