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  • Titel
    Zur Verwendung von Tanninen als Bindemittel in der Holzwerkstoffindustrie
  • Paralleltitel
    Tannins as Binder in the Industry of Wood-Based Panels
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    13 Abb., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200075580
  • Quelle
  • Abstract
    Polyphenolische Extraktstoffe aus Holz und Rinden können den beiden Gruppen hydrolysierbaren und kondensierten Tanninen zugeordnet werden. Als Bindemittel in der Holzwerkstoffindustrie werden zurzeit ausschließlich kondensierte Tannine eingesetzt. Durch Reaktion mit dem Formaldehyd können die kondensierten Tannine vernetzte Polymere bilden, die sich als Bindemittel für Holzspannplatten und mitteldichte Faserplatten (MDF) eignen. Hierfür werden bislang in der Industrie als Rohstoffquelle hauptsächlich Akazienrinde und Querbracholholz eingesetzt. Hinweise aus Forschungsergebnissen lassen erkennen, dass sich kondensierte Tannine des Quebrachoholzes und der Akazienrinde mit Extrakten der Fichtenrinde strecken lassen können. Die erhaltenen Bindemittelflotten lassen sich für die Herstellung von Spannplatten und mitteldichte Faserplatten (MDF) einsetzen. Des Weiteren können kondensierte Tannine in Abmischung mit hydrolysierten Stärken als Bindemittel verwendet werden. Die hydrolysierten Stärken, in optimierten Mengen eingesetzt, verringern die Viskosität der Tannin-Formaldehydharze (TF-Harze) im technisch relevanten Konsistenzbereich. Bei der Herstellung von Holzspanplatten mit TF-Harzen als Bindemittel werden die physikalisch-technologischen Eigenschaften der Platten auch von der Holzart mitbestimmt. Hochreaktive Polyphenole können auch als Härtungsbeschleuniger in Phenol-Formaldehydharzen (PF-Harzen) eingesetzt werden. Tannine lassen sich, Literaturangaben enstprechend, bei relativ langen Presszeiten unter Zugabe von Katalysatoren ohne Formaldehyd vernetzen.