Titel
Bestand an Eichen-Totholz ist überproportional hoch : Landeswaldinventur erfasst Totholz-Aufkommen verschiedener Baumarten in NRW
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Illustrationen
7 Abb.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
10897
Datensatznummer
200074439
Quelle
Abstract
Im Rahmen der Landeswaldinventur ist auch das vorhandene Totholz erfasst worden. In jeder fünften Stichprobe ist Totholz gefunden worden. Insgesamt sind das drei Millionen Kubikmeter im nordrhein-westfälischen Wald, was 1,2 Prozent gemessen am lebenden Holzvorrat entspricht. Bei Betrachtung der Baumarten weist die Eiche überproportional viel Totholz auf. An toten Buchenholz ist dagegen unerwartet wenig gefunden worden. Erklärungen dafür werden im raschen Fäulnisforstschritt der Buche bzw. in der Resistenz des Eichen-Kernholzes gesehen. Eine rolle spielt dabei sicher auch die Attraktivität der Buche für Brenn- und Kaminholz. Das Eichen-Totholz konzentriert sich auf die schwächeren Durchmesserstufen. Die Eiche steht vielfach unter Konkurrenzdruck in vollbestockten, zum Teil auch überbestockten Beständen. Der oft plötzlich tod starker Alteichen dagegen hat andere Ursachen ("Eichensterben"). Die Landeswaldinventur ist so angelegt, dass jeder lebende oder tote Baum eindeutig wieder gefunden werden kann. Die Stichproben sind unterirdisch vermarkt und dem Waldbesitzer nicht bekannt. Dadurch wird gewährleistet, dass eine Wiederholungsinventur ein repräsentatives und objektives Bild der Veränderungen im Wald ergibt. Dieses Monitoring betrifft natürlich auch das Totholz.