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  • Titel
    Der Grubalmkessel in den Chiemgauer Alpen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    25 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    6322
  • Datensatznummer
    200074435
  • Quelle
  • Abstract
    In dem in den Chiemgauer Alpen/Bayern gelegenen Grubalmkessel gibt es in 1227 m Höhe einen Wuchsort von Pflanzen, die normalerweise in der subnivalen Vegetationsstufe anzutreffen sind. Sie stellen deshalb große Besonderheiten in diesem die alpine Stufe nur an wenigen Stellen erreichenden Gebirgsstock dar. Dazu gehören die Kraut-Weide (Salix herbacea), die Netz-Weide (Salix reticulata), der Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea), der Alpen-Gelbling (Sibbaldia procumbens) und das Zwerg-Alpenglöckchen (Soldanella alpicola) neben weiteren Arten. Zur Entstehung der subnivalen Insel kam es, nachdem sich entweder in der späten Wärmezeit (Subboreal) oder sogar erst in der Nachwärmezeit (Subatlantikum) am Hangfuß des den Kessel im Süden begrenzenden Aberecks eine Blockschutthalde gebildet hatte. In ihr entwickelte sich ein Windröhrensystem. Der dadurch austretende Kaltluftstrom kühlt den feuchten Boden, der aufgrund der schattigen und niederschlagsreichen Lage sowieso schon eine ziemlich kurze Aperzeit aufweist, auf einer etwa 60 Quadratmeter großen Fläche so stark ab, dass dieser Bereich mikroklimatisch einen Schneetälchen ähnelt.