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  • Titel
    Bekämpfung der Rotfäule bei Fichte : Chemische und waldbauliche Maßnahmen können greifen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    28 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4223
  • Datensatznummer
    200073850
  • Quelle
  • Abstract
    Durch eine Stockbehandlung mit Chemikalien kann der Ausbreitung von H. annosum in Fichtenbeständen entgegengewirkt werden. Die Maßnahme verspricht vor allem in Erstaufforstungen und Beständen 1. Generation nach Laubwald aussichtsreich zu sein. Ob ihr wirtschaftlicher Nutzen stets so groß ist, dass sie generell empfohlen werden kann, ist noch zu klären. Hierzu sind weitere langfristige Untersuchungen erforderlich. Dabei sind besonders die Standortsverhältnisse und die Bestandesgeschichte zu berücksichtigen. Eine wichtige waldbauliche Vorbeugungsmaßnahme gegen Rotfäulebefall ist die Pflanzung der Fichte in möglichst weitem Verband. Starke Wurzel- und Kronenkonkurrenz, durch die ihre Anfälligkeit erhöht wird, ist durch rechtzeitige, jedoch maßvolle Durchforstungen zu vermeiden. Eine Besiedlung frischer Stöcke durch H. annosum kann weitgehend verhindert werden, indem während der kalten Jahreszeit bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt durchforstet wird. Auf basenreichen Böden sollten der Fichte die Buche und andere gegen die Rotfäule widerstandsfähige Laubholzarten beigemischt werden. Anfällige Nadelhölzer wie Kiefer, europäische Lärche und Douglasie eignen sich hierfür nicht.