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  • Titel
    Die genetische Struktur in Weisstannen-Populationen Mittel- und Südeuropas
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    17 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12737
  • Datensatznummer
    200073537
  • Quelle
  • Abstract
    Um Anhaltspunkte für mögliche Ursachen der verminderten Anpassungsfähigkeit der einheimischen Weisstanne zu finden, wurde die genetische Struktur von Altbäumen und ihren Nachkommen (Embryonen) in drei deutschen und zwei süditalienischen Tannenpopulationen vergleichend untersucht. Hierzu wurden bei Einzelbaum-Samenproben die Genotyphäufigkeiten an 7 polymorphen Enzym-Genloci bestimmt. Die aus der genotypischen Struktur errechneten Mittelwerte des beobachteten und erwarteten Heterozygotiergrades zeigten sowohl unter den Stichproben der Altbäume als auch unter denen der Nachkommen eine grosse Heterogenität. Der Fixierungsindex F, der die Abweichung zwischen den beiden Heterozygotierparametern quantifiziert, liess erkennen, dass bei nahezu allen Altbäumen kaum Abweichung bzw. allenfalls ein leichter Heterozygotenüberschuss vorkommt, während jedoch bei fast allen Nachkommenproben ein deutlicher Homozygotenüberschuss auftritt, der auf eine gewisse Inzucht zurückzuführen ist. Nur die Nachkommen der kalabrischen Tannenstichprobe liessen einen geringeren Homozygotenüberschuss erkennen, was auf ein gegenueber mitteldeutschen Populationen unterschiedliches Paarungssystem schliessen laesst. Die hieraus zu ziehenden Schlussfolgerungen werden diskutiert.