Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Zur ökonomisch optimalen Vorratshöhe in einem multifunktionalen Plenterwald
  • Paralleltitel
    Concerning the Economic Optimal Growing Stock of a Multi-functional Selection Forest
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    18 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200073507
  • Quelle
  • Abstract
    Der Aufsatz von Knoke regte zur weiteren Befassung mit der Thematik zur betriebswirtschaftlich optimalen Vorratshöhe in Plenterwäldern an. Sein Zahlenmaterial wurde verwendet, um aufzuzeigen, wie die Rechnungen zur finanziell optimalen Vorratshöhe erweitert werden können, wenn der Waldbesitzer neben der Einkommenserzielung noch andere Zielstellungen, wie z.B. die Verfolgung von Naturnähe, anstrebt. Dabei wurde eine Methode verwendet, das sogenannte Equi-Mariginal-Prinzip, das auf einen einheitlichen Bewertungsmaßstab zwischen Kosten und Nutzen verzichtet. Ein Optimum im ökonomischen Sinn ist dabei freilich nicht mehr ermittelbar. Ein wertvolles Hilfsmittel bei der Bewirtschaftung multifunktionaler Plenterwälder stellt es aber allemal dar, da damit die Einkommenseinbußen der Annäherung an ein anderes, alternatives Ziel gegenübergestellt werden und somit ein besseres Abwägen durch den Waldbesitzer ermöglicht wird. Es wurde sichtbar, wie hilfreich die Rechnungen zur finanziel optimalen Vorratshöhe von Th. Knoke sind, da sie förmlich eine Art Eichgröße darstellen, an der alle Vorratsabweichungen als Einkommensbußen gemessen werden können. Im vorgestellten Verfahren wird sorgfältig zwischen dem intertemporalen Kapitalanlageproblem und dem multifunktionalen Problem bei der Bewirtschaftung von Wäldern unterschieden und nicht wie hin und wieder zu lesen ist, der Kalkulationszinssatz alleinig als Stellgröße verwendet. Beide Probleme spiegeln zwar wesentliche Seiten der Forstwirtschaft wider, sollten aber nicht miteinander vermischt werden (Price 1996). Natürlich zeigt das sogenannte Fischereimodell auch seine Grenzen, da es lediglich ökonomische Aussagen zur Vorratshöhe zulässt aber mit ihm keine Angaben zur betriebswirtschaftlich optimalen Baumartenmischung und zur ökonomisch optimalen Altersstruktur von Plenterwäldern möglich sind. Raum genug also, zukünftigen Untersuchungen gespannt engegenzusehen.