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  • Titel
    Cryptorchism, hypogonadism and antler malformations in black-tailed deer (Odocoileus hemionus sitkensis) of Kodiak island
  • Paralleltitel
    Kryptorchismus, Hypogonadismus und Geweihmissbildungen bei Schwarzwedelhirschen (Odocoileus virginianus sitkensis) der Kodiak-Insel = Cryptorchidie, hypogonadisme et malformations des bois chez le Chevreuil à queue noire (Odocoileus hemionus sitkensis) dans l'Ile de Kodiak
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    26 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200073271
  • Quelle
  • Abstract
    Bei Schwarzwedelhirschen (Odocoileus hemionus sitkensis) der Kodiak-Insel (Alaska, USA) wurden charakteristische Geweihmissbildungen (wie Endenarmut, abnorme Geweihform, unvollständiges Fegen, Abwerfen oberhalb der Rose, schräg verlaufende Abwurfflächen) beobachtet. Bei vielen dieser Hirschen wurde ein- oder beidseitiger Kryptorchismus festgestellt. Der Schädel einzelner Tiere wies zudem eine Zusammenhangstrennung der Ossa frontalia auf. Serum-Radioimmunoassays erbrachten Hinweise auf Hypogonadismus bei den Individuen. So wiesen beidseitig kryptorche Tiere höhere LH-Konzentrationen (P=0,05) und niedrigere Testosteron-Konzentrationen (P=0,037) auf als intakte Hirsche. Die Spermatogenese im skrotalen Hoden einseitig kryptorcher Hirsche war nicht erkennbar gestört. Die heterotopen Hoden kryptorcher Hirsche konnten bislang nicht entdeckt werden. Überraschenderweise fanden sich nur bei etwa der Hälfte der Hirsche mit bilateralem Kryptorchismus Symptome von Hypogonadismus. Die andere Hälfte besaß normale Geweihe, und die LH- und Testosteronkonzentrationen vieler dieser Hirsche lagen im gleichen Bereich wie bei intakten Tieren. Vermutlich bilden bei einigen der kryptorchen Hirsche die heterotopen Hoden genügend Testosteron, um die Entstehung von Geweih- und Schädelmissbildungen sowie eine kompensatorische Erhöhung des LH-Spiegels zu verhindern. Die möglichen Ursachen des zu Kryptorchismus und Geweihmissbildungen führenden Hypogonadismus werden diskutiert.