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  • Titel
    Das Hochwasser von 1834 als Wendepunkt für die moderne Forstwirtschaft? : Institutionalisierungsprozesse im Bereich der Waldnutzung in Graubünden
  • Paralleltitel
    The floods of 1834 as the turning point towards a modern forest management? = Les crues de 1834 ont-elles marqué un tournant dans la foresterie moderne? = Processus d'institutionnalisation de l'exploitation forestière dans les Grisons
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    22 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200072997
  • Quelle
  • Abstract
    Seit den 1820er-Jahren bestanden in Graubünden Bemühungen, die Waldnutzung zu modernisieren. Die Gemeinden, für die der holzhandel die wichtigste Einnahmequelle bildete, konnten sich jedoch erfolgreich gegen eine kantonale Einflussnahme wehren und so den anvisierten Modernisierungsprozess abblocken. In der Folge des alpinen Hochwassers von 1834 konnten die Modernisierungsbefürworter mit dem Argument der Dringlichkeit der Katastrophenvorsorge jedoch eine erste Forstordnung und damit einen Einbruch in die diesbezüglichen Gemeindekompetenzen durchsetzen. Als folgenreichste Neuerungen sah diese Ordnung die Anstelllung eines kantonalen Forsbeamten vor, der fortan die Modernisierung der Forstwirtschaft weiter vorantrieb. Mit der kantonalen Aufsicht über einen Teil der Wälder konnten auch schon einige wenige Nutzungsbestimmungen eingeführt werden. So fand unter dem Eindruck der Katastrophe eine kurzfristige Erweiterung des handlungsspielraums zugunsten einer forstlichen Modernisierung statt. 1839 hatte sich dieser jedoch bereits wieder geschlossen und so wurde der grösste Teil der Wälder weiterhin von den Gemeinden nach alten Grundsätzen genutzt.