Titel
Rettung des Bibers (Castor fiber) in Rußland: offensichtlicher jagdwirtschaftlicher Erfolg mit zoologischen Problemen nach 70 Jahren
Paralleltitel
Beaver (Castor fiber) restoration in Russia: obvious management success with zoological problems after 70 years
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
21 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8871
Datensatznummer
200072850
Quelle
Abstract
Es wurde ein Vergleich von autochthonen und durch Translokationen gegründeten Biberpopulationen (Castor fiber und C. canadensis) nach genetischen und biologischen Parametern gezogen. Es konnte gezeigt werden, daß die Hybridpopulationen sich durch einen merklich höheren Eiweißpolymorphismus und größere Heterozygotie sowie eine größere Variabilität des Genoms auszeichnen. Sie haben gewöhnlich ein höheres Reproduktionspotential und sind toleranter gegenüber dem Jagddruck. In autochthonen Populationen sowie in den Beständen, die mehrmals den genetischen Flaschenhalseffekt erlebten, wurde ein hoher Prozentsatz an Zahnanomalien und anderen negativen Erscheinungen registriert. Der unterschiedliche Grad von Adaptation und Konkurrenzfähigkeit verschiedener Population wird im Licht der Heterozygotenvorzugstheorie betrachtet. Es werden Schlußfolgerungen über den Wert von hochproduktiven Hybridpopulationen für die jagdwirtschaftliche Nutzung sowie zum Evolutionswert aborigener Formen und deren Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität gezogen.