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  • Titel
    Revitalisierung der Gail im Stadtbereich von Villach : Erfahrungsbericht bei Anwendung der Ingenieurbiologie
  • Paralleltitel
    Revitalisation of the river Gail near the town of Villach
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2000
  • Illustrationen
    2 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    10094
  • Datensatznummer
    200072272
  • Quelle
  • Abstract
    Der unterste Gailabschnitt vor der Mündung in die Drau in Villach wurde nach den Hochwasserkatastrophenjahren 1965 und 1966 bestmöglich mit hohen Schutzdämmen vor Hochwässern geschützt. Aufgrund der im vergangenen Jahrzehnt fortschreitenden Sohleintiefungstendenz bis zu vier Metern in diesem Flussabschnitt ergab sich die dringende Notwendigkeit zu einem Hochwasserschutzsanierungs- und Flussrevitalisierungskonzept. Daher wurde ein Gewässerbetreuungskonzept für den ganzen unteren Gailabschnitt mit gewässerspezifischem ökologischen Leitbild als Grundlage für ein wasserbauliches Leitprojekt erarbeitet. Dieses generelle Projekt enthält die schutzwasserwirtschaftlichen Handlungsschwerpunkte, die bereits großteils im Rahmen von Hochwasserschutzinstandhaltungsmaßnahmen umgesetzt wurden. Durch Flussbettaufweitungen und strukturierte Uferabsicherungen konnten nicht nur weitere Sohleintiefungen verhindert und die Hochwasserschutzdämme stabilisiert werden, sondern es entsteht sukzessive wieder ein naturnaher landschaftsgerechterer Flussverlauf, der ein vielbesuchter Naherholungsbereich im unmittelbaren Stadtbereich für die Bevölkerung geworden ist. Die Ufersicherungen erfolgten sowohl in kombinierter Holz- Steinbauweise, dort wo massivere Absicherungen erforderlich waren, aber auch mit Hilfe einfacher ingenieurbiologischer Baumethoden zur Erreichung eines schnelleren Uferbewuchses mit vor Ort gewonnenen standortgerechten Gehölzen. Die kombinierten ingenieurbiologischen Bauweisen haben sich auch bei Hochwassereinwirkungen unmittelbar nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes gut bewährt.