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  • Titel
    Die Konstitution des Alpensteinbockes (Capra i. ibex L.) in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter, Herkunft und Jahreszeit in Graubünden (Schweiz) und im Parco Nazionale Gran Paradiso (Italien)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    29 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200072217
  • Quelle
  • Abstract
    Biometrische Daten von 4183 Steinboecken aus dem Kanton Graubuenden, Schweiz (in den Jahren 1987 bis 1992 erlegt) sowie von 108 Tieren aus dem Parco Nazionale Gran Paradiso, Italien (zwischen 1987 und 1996 immobilisiert) wurden ausgewertet. Ziel der Arbeit war es, die Konstition des Steinwildes in Abhaengigkeit von Geschlecht, Alter, Herkunft und Jahreszeit zu charakterisieren und moegliche Ursachen fuer die gefundenen Unterschiede zu diskutieren. Boecke waren mit 8,5 bis 10,5 Jahren und Geissen mit 4,5 bis 5,5 Jahren ausgewachsen. Es wurde auf den ausgepraegten Geschlechtsdimorphismus hingewiesen, wobei bereits bei 5 Monate alten Kitzen signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern festgestellt wurden. Beim Steinwild aus dem Parco Nazionale Gran Paradiso liegen die Laengenmasse im Groessenbereich der Tiere aus Graubuenden, die Konstitution scheint heir aber etwas besser zu sein als der Buendner Durchschnitt. Konstitutionelle Unterschiede konnten in Graubuenden nicht nur zwischen Populationen, sondern auch zwischen zum Teil raeumlich nahe gelgenen Teilpopulationen festgestellt werden. Als Ursache dafuer wurde, neben der Wilddichte, ein sehr starker Einfluss der Bonitaet des jeweiligen Lebensraumes diskutiert, insbesondere der Aesungsqualitaet und -verfuegbarkeit in den Winter- und Fruehjahrseinstaenden. Schliesslich ergab sich aus dem Verlauf der Gewichtskurve in den einzelnen Monaten, dass die Kondition der Steingeissen im Monat Oktober am besten und im Monat Mai am schlechtesten war. Der Gewichtsunterschied bei den Buendner Geissen betrug dabei 32,8%. Auf den Zusammenhang zwischen Kondition des Steinwildes und Vegetationsentwicklung im Steinwildlebensraum wurde hingewiesen.