- TitelDas Vorkommen von Dama dama in Mitteleuropa im Pleistozaen unter besonderer Berücksichtigung der Funde von Neumark-Nord (Sachsen Anhalt)
- Verfasser
- Erscheinungsjahr1995
- Illustrationen50 Lit. Ang.
- MaterialUnselbständiges Werk
- Standardsignatur8032
- Datensatznummer200071857
- Quelle
- AbstractSichere Damhirschnachweise sind aus Mitteleuropa erst seit dem Mittelpleistozaen bekannt. Dama dama erweist sich als streng warmzeitliches Faunenglied und gilt in den Kaltzeiten jeweils als ausgestorben. Abbildung 3 gibt einen Überblick über die Abfolge der Warm- und Kaltzeiten im Pleistozaen, Abbildung 5 zeigt wesentliche Fundpunkte. Zusätzlich zu den bedeutenden englischen Funden des Hoxnian, die Dama dama clactoniana zugeschrieben werden, konnten in den letzten Jahren beim Braunkohlentagebau in Neumark-Nord am Nordrand des Geiseltals zahlreiche gut erhaltene Damhirschskelette und Teilskelette im artikulierten Verband geborgen werden, die von mindestens 52 Individuen stammen. Sie sind zeitlich dem Eem oder einem früheren intrasaalezeitlichen Interglazial zuzuordnen. Die Damhirsche von Neumark-Nord zeichnen sich durch einen um etwa 15% stärkeren Wuchs gegenüber dem rezenten europäischen Damhirsch, starke Schaufelgeweihe mit bis zu 75% Schaufelanteil, besonders lange Augsprossen, sowie eine breit ausladende Geweihstellung aus, die an Megaloceros giganteus erinnert (Abb. 8 bis 17). Mit dem Fund von Neumark-Nord lässt sich zum erstenmal eine fossile Damhirschpopulation dokumentieren, deren metrische Analyse später vorgestellt werden soll.
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