Titel
Fluorimmissionen in der Umgebung eines Ziegelwerkes : 3. Fachtagung und Ausstellung fuer Umweltinformation und Umweltkommunikation
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
16 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
13502
Datensatznummer
200071565
Quelle
Abstract
Es wurden Immissionserhebungen auf Fluor im naeheren Bereich (ca. 450m) um ein Ziegelwerk mit Hilfe standardisierter Weidelgraskulturen durchgefuehrt. Zur Beobachtung gelangten sieben Standorte mit 8 bis 10 Messperioden, die etwaige Emissionen aus dem Schlot und dem Werksbereich (Tunnelofen) erfassen sollten. Zusaetzlich kamen Baumblaetter und Wiesengras zur Untersuchung. Nach vorliegendem Datenmaterial war die naehere Umgebung des Ziegelwerkes von deutlichen Fluorimmissionen bettroffen. Rund 80% bei gewaschenem Probenmaterial und 90% bei ungewaschenen Proben zeigten einen deutlichen Fluoreintrag aus der Luft. Die F-Werte der ungewaschenen Proben waren signifikant hoeher als die der gewaschenen. Der Unterschied war aber meistens um so geringer, je hoeher der Fluorgehalt der ungewaschenen Probe war. Der Grossteil der erhoehten F-Gehalte in der natuerlich auffindbaren Grasprobe wird daher durch gasfoermige Fluorverbindungen hervorgerufen. Die F-Emissionen kommen vorwiegend direkt aus dem Werksbereich (Tunnelofen, Trockenkammer) und nur ein geringer Teil ist in den Emissionen des Schlotes begruendet. Toxikologisch relevante Gehalte > 30mg Fluor/kg Trockensubstanz in ungewaschenem Material wurden an allen 7 Standorten gemessen. Vor allem an dem in Hauptwindrichtung liegenden Standort 4 (ca. 30m oestlich des Tunnelofens) traten diese Werte zu jeder Messperiode auf. Das in diesem Bereich anfallende Wiesengras war nach vorliegenden Untersuchungen nicht fuer eine Verfuetterung an landwirtschaftliche Nutztiere (z.B. Rinder, Schafe) geeignet. Allgemein ist mit Schaedigungen an empfindlichen Pflanzen im Nahbereich (ca. bis 200m oestlich und ca. bis 100m westlich) zu rechnen.