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  • Titel
    Zukunftsweisende Betriebs- und Organisationsformen im Grossprivatwald
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    5 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13456
  • Datensatznummer
    200071481
  • Quelle
  • Abstract
    - Die ueberkommenen forstlichen Betriebsorganisationen werden mehr und mehr in Frage gestellt. Dies ist zu begruessen. Motiv und Ziel sollte jedoch nicht nur die Einsparung von Verwaltungskosten sein, sondern das Streben, den Forstbetrieb als Ganzes, die biologische Produktion, die Holzernte und - vermarktung optimal zu gestalten. Diesem Anspruch koennen Organisationsreformen, die sich auf Stelleneinsparung und Reviervergroesserung beschraenken, nicht gerecht werden. Stelleneinsparung und Senkung der Personalkosten sind Konsequenz, nicht Mittel einer erfolgreichen Organisationsentwicklung. - Betriebsorganisation (sowohl Ablauforganisation wie Aufbauorganisation) ist nie ein Zustand, sondern ein permanenter Prozess der Anpassung an einen in Veraenderung begriffenen wirtschaftlichen Datenkranz zur Loesung neuer Probleme und Nutzung neuer Chancen. - Die Faehigkeit eines Betriebs, seine Organisation laufend weiter zu entwickeln, muss in der Organisation in nuce angelegt werden, so dass diese Eigendynamik gewinnt. Starre Stellenplaene und laufbahnbezogene Berufsbilder behindern die notwendige Dynamik. Flexible Mitarbeiter mit der Bereitschaft, sich fortzubilden und wechselnde Aufgaben zu uebernehmen, sind die wichtigsten Ressourcen eines Betriebs. - Vom Eigentuemer vorgegebene, mit der Betriebsleitung abgestimmte, widerspruchsfreie, wirtschaftliche Ziele des Forstbetriebs sind Grundvoraussetzung fuer zielstrebige, reibungsarme Zusammenarbeit aller Mitarbeiter. Auf diesen wirtschaftlichen Zielen bauen die Strategien der Betriebsorganisation, des Marketing und der biologischen Produktion auf. - Flaechendeckende konkrete, operativ umsetzbare waldbauliche Planung ist die wichtigste Aufgabe eines Revierdienstes der Zukunft, der Reviere in der Groessenordnung von ca. 2.000ha zu bewaeltigen haben wird. Kapitalintensive oder schulungsintensive Verfahren werden revieruebergreifend von spezialisierten Projektgruppen betreut werden. - Verfahren, die wegen mangelnder Kompetenz oder wegen ungenuegender Auslastung innerhalb von Regiebetrieben nicht professionell gestaltet werden koennen, vor allem hochmechanisierte Systeme, haben nur in den Haenden von Dienstleistungsbetrieben echte Verbreitungschancen. - Der klassische, autarke, forstliche Regiebetrieb mit hoher Fertigungstiefe hat keine Ueberlebenschance. - Schlanken Betrieben mit geringem eigenen Personalstand in enger Kooperation mit qualifizierten forstlichen Dienstleistungsbetrieben gehoert die Zukunft. - Forstliche Dienstleistungsbetriebe unterliegen im Gegensatz zu Regiebetrieben starkem Wettbewerb und stehen dadurch unter Innovationsdruck und Qualifizierungszwang. Dieser Wettbewerb wird Leben in unsere Branche bringen. - Der Aufbau einer Betriebsorganisation bestimmt auch die Ablaeufe. Flache Hierarchien, horizontale Zusammenarbeit von Spezialisten und Teamstrukturen kommen nicht nur der Qualitaet d...