Titel
Zur Geschichte des Rotwildes am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
34 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8032
Datensatznummer
200071291
Quelle
Abstract
Im waldarmen Bereich des Niederrheins in Nordrhein-Westfalen, am Rande des grössten Industrieballungsgebietes Europas, kommt Rotwild heute noch im Reichswald auf 4000ha, umgeben von einem Feldschutzzaun vor, in Diersfordt in einem 350ha grossen Gehege und im Rotwildbezirk Dämmerwald-Herrlichkeit Lembeck in freier Wildbahn in einer Ost-West-Ausdehnung von 40km. Der Gesamtbestand liegt etwa bei 500 Stück. Die Rotwildbestände überlebten in ehemaligen Königswäldern und späteren landesherrlichen Waldungen. Gehege in Diersfordt, Gartrop und Lembeck entstanden in der zweiten H#lfte des 19. Jahrhunderts und trugen zur Bestandssicherung bei. Im Tiergarten bei Räsfeld wird für Nordrhein-Westfalen die früheste Damwildgehegehaltung für das Jahr 1664 nachgewiesen. Körpergewichte und Geweihausbildung in den heute getrennten Vorkommen sprechen für eine ehemals einheitliche Population. Das Freilassen von Rominter Wild im Jahre 1976 im Dämmerwald führte zu einer deutlichen Gewichts- und Trophäensteigerung im Rotwildbezirk Dämmerwald-Herrlichkeit Lembeck. Die Bildung des Rotwildbezirkes Dämmerwald-Herrlichkeit Lembeck im Grenzbereich der Landesteile Rheinland und Westfalen wird beschrieben.