Titel
Untersuchung über die Helminthen-Fauna beim Reh (Capreolus capreolus L.) in den Niederlanden
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
6 Tab., 10 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8032
Datensatznummer
200070558
Quelle
Abstract
88 Rehe aus vier niederländischen Regionen wurden von Mai 1986 bis Mai 1987 auf ihren Helminthen-Befall untersucht. Alle Rehe erwiesen sich als mit mindestens einer Wurmspezies infiziert. Die nachfolgenden Spezies wurden im Labmagen in allgemein hohem Prozentsatz bei Rehen nachgewiesen: Spiculopteragia boehmi (bei 79 %), Ostertagia leptospicularis (76 %), Skrjabinagia kolchida (73 %), Trichostrongylus axei (49 %), Rinadia mathevossiani (16 %), O. ostertagi (16 %), Haemonchus contortus (3 %) und O. circumcincta (1 %). Capillaria bilobata fanden wir im Labmagen/Dünndarm von 6 % der Rehe. Im Dünndarm der Rehe parasitieren T. capricola (bei 49 %), Nematodirus europaeus (31 %) und Bunostomum trigonocephalum (2 %). Der Dickdarm und/oder Zäkum bei Rehen war befallen durch Trichuris ovis (bei 49 % der Rehe), Oesophagostomum venulosum (13 %) und Chabertia ovina (2 %). In 6 % der Rehe konnten in der Lunge Dictyocaulus eckerti festgestellt werden. Die höchste Wurmbürde im gastro-intestinalen Trakt betrug 30 600, im Durhschnitt waren es 5502 Würmer pro Reh. Leber und Pansen waren in dieser Studie frei von Helminthen. Zwischen individueller Wurmbürde sowie Befall durch verschiedene Speziel ergaben sich Unterschiede zwischen den Regionen und innerhalb der Altersgruppen. C. bilobata, B. trigonocephalum und Ch. ovina wurden erstmals fürs Reh in den Niederlanden beschrieben.