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  • Titel
    Beiträge der Forstpflanzenzüchtung zur Erhaltung und Erhöhung der genetischen Vielfalt
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    44 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13775
  • Datensatznummer
    200070552
  • Quelle
  • Abstract
    Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern war und ist die Forstpflanzenzüchtung in der Bundesrepublik Deutschland mehr oder weniger scharfer Kritik ausgesetzt. Häufig werden dabei alle forstpflanzenzüchterischen Massnahmen ausschliesslich in Verbindung mit einer drastischen Einengung der genetischen Vielfalt und somit einer Herabsetzung der ökologischen Stabilität betrachtet. Am Beispiel der Ziele und Aufgaben der Forstpflanzenzüchtung im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung in Sachsen wird in diesem Beitrag der Frage nachgegangen, ob die Forstpflanzenzüchtung nicht auch einen Beitrag zur Erhöhung der genetischen Vielfalt von Baumarten leisten kann. Die Baumarten Weisstanne (Abies alba MILL.) und Rotbuche (Fagus sylvatica L.) spielen bei der Begruendung und Erziehung standortgemässer, stabiler, artenreicher und leistungsfähiger Mischbestaende in Sachsen eine sehr wichtige Rolle. Am Beispiel dieser beiden Arten werden die Programme fuer die Erhaltung und Erhoehung der vorhandenen genetischen Vielfalt durch forstpflanzenzuechterische Arbeiten sowie erste Ergebnisse dargestellt. Wie das Beispiel der Weisstanne deutlich zeigt, koennte die genetische Vielfalt einer Vielzahl vor allem seltener Baumarten ohne den Einsatz forstpflanzenzuechterischer Methoden weder erhalten noch gefoerdert werden. Abschliessend wird die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung und Nutzung der genetischen Vielfalt in Abhaengigkeit von der Zielsetzung forstlichen Handelns, dem Verwendungszweck und den standoertlichen Gegebenheiten eroertert.