Titel
Genetische Variabilität beim Mufflon (Ovis ammon musimon)
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Illustrationen
2 Abb., 2 Tab., 55 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8032
Datensatznummer
200070539
Quelle
Abstract
Um die biochemisch-genetische Variabilität beim Mufflon (Ovis ammon musimon) zu ermitteln, wurden bei insgesamt 34 Tieren aus 4 verschiedenen Beständen 31 Isoenzymsysteme mittels horizontaler Stärkegelektrophorese und enzymspezifischer Nachweismethoden untersucht. Von 46 auswertbaren Genloci zeigte sisch nur an einem (Es-2) ein genetischer Polymorphismus. Mit einer durchschnittlichen Polymorphierate von 2,2 % und einer durchschnittlichen Heterozygotierate von 1,1 % gehört das Muffelwild unter den bisher untersuchten Grosssäugern zu den Arten mit der geringsten biochemisch-genetischen Variabilitaet. Als wahrscheinlichste Ursache für diesen Befund wird die von geringen Individuenzahlen ausgehende Einbürgerung dieses Wildschafes auf dem europäischen Festland vermutet; es werden jedoch auch andere mögliche Einflussgrössen, wie die prähistorische Bestandesgeschichte der Art und die Kladogenese der Caprini diskutiert.