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  • Titel
    Neuhaus/Klausenbach - eine miozaene (pannone) Pflanzenfundstelle aus dem suedlichen Burgenland
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    63 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    7902
  • Datensatznummer
    200070264
  • Quelle
  • Abstract
    Die Taphozoenose einer pflanzenfuehrenden, sandigen Siltlinse aus Neuhaus/Klausenbach im suedlichen Burgenland wird beschrieben. Ueber das Alter der brackisch-fluviatilen Sedimente, gibt es in der Literatur keine neueren Angaben. Auf Grund der regionalen geologischen Verhaeltnisse und der mit den Pflanzen vergesellschafteten brackischen Bivalven handelt es sich aber wahrscheinlich um Ablagerungen des Pannoniums, moeglicherweise des mittleren Pannoniums. Die Blaetter sind als limonitisch verfaerbte oxidierte Abdruecke erhalten. 32 Taxa konnten bestimmt werden. Sie stellen Repraesentanten von Auwald und Tieflandgesellschaften sowie mesophytischer Waelder aus dem Gebiet der Suedburgenlaendischen Schwelle dar. Bemerkenswert ist die Vergesellschaftung von einigen palaeotropischen, altertuemlichen Taxa (Tetraclinis salicornioides, Daphnogene pannonica und Engelhardia orsbergensis) mit fuer das juengere Miozaen charakteristischen laubwerfenden (Alnus ducalis, Fagus haidingeri). Die einzige Pflanzenfundstelle, von der eine entsprechende Vergesellschaftung bekannt wurde, ist Gabbro (Toskana, Italien, Pliozaen). Die palaeogeographische Lage des Fundgebietes, suedlich der Alpen, am Ostrand des Steirischen und zugleich am Westrand des Pannonischen Beckens laesst guenstige klimatische Bedingungen vermuten. Diese ermoeglichten altertuemlichen Arten das laengere Ueberleben als in etwas noerdlicher gelegenen Gebieten sowie deren gemeinsames Vorkommen mit charakteristischen, obermiozaenen Formen.