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  • Titel
    Pilze in lebenden, symptomlosen Nadeln von Pinus sylvestris unter Berücksichtigung einiger pathologischer Vorgänge
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    36 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5448
  • Datensatznummer
    200068784
  • Quelle
  • Abstract
    In drei fuenf- bis achtjaehrigen Kiefernkulturen Suedpolens wurde zwischen 1987 und 1990 die Mykoflora lebender Nadeln von Pinus sylvestris untersucht. Nadeln von Baeumen mit und ohne Symptomen einer Herbstschuette wurden separat erfasst. Insgesamt waren es 960 diesjaehrige und 720 vorjaehrige Nadeln. Pilze konnten aus 80,1% aller Nadeln isoliert werden, wobei die insgesamt 3671 Kulturen 86 Taxa zugeordnet wurden. Sieben Pilzarten traten mit einer Haeufigkeit von ueber 5% auf. Es waren dies, in Reihenfolge abnehmender Haeufigkeit: Anthostomella formosa, Lophodermium seditiosum, Cyclaneusma minus, Cenangium ferruginosum pinastri, Sclerophoma phythiophila und Anthostomella pedemontana. Die Haeufigkeit der Infektion war abhaengig von Nadelalter, Jahreszeit, Jahr und Standort. Die Verteilung von Pilzen innerhalb der Nadeln war mit 35,8% der 10 080 untersuchten Nadelteile nicht besonders hoch. Zwar waren Nadelbasis, Spitze und der mittlere Abschnitt insgesamt etwa gleich haeufig von Pilzen besiedelt, jedoch gab es in dieser Hinsicht erhebliche Unterschiede bei einzelnen Pilzarten. Die Haeufigkeit der Besiedelung lebender Nadeln kann mit zunehmendem Nadelalter auch rueckgaengig sein, offenbar bedingt durch die Unfaehigkeit einzelner Arten (z.B. Anthostomella formosa) den Winter in den Nadeln zu ueberleben. Anthostomella formosa und Anthostomella pedemontana zeigten ein geringfuegig hoeheres Auftreten in Nadeln von Baeumen ohne Symptome der Herbstschuette. Cenangium ferruginosum war der einzige Pilz, der stets haeufiger in Nadeln der Baeume mit Herbstschuettesymptomen als in Nadeln symptomloser Baeume auftrat. In einer der drei untersuchten Kulturen konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen endophytischer Infektion und der nachfolgenden Herbstschuette des zweiten festgestellt werden.