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  • Titel
    Holznutzung im Mamirauá-Projekt zur nachhaltigen Entwicklung einer Region im Überschwemmungsbereich des Amazonas
  • Paralleltitel
    Forest Management in the Mamirauá-Project for Sustainable Development of an Amazonian Floodplain Region
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    55 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200068203
  • Quelle
  • Abstract
    Entlang von nährstoffreichen mit Sedimenten beladenen Flüssen im Amazonasbecken finden sich artenreiche und hochadaptierte Wälder der Weißwasser-Überschwemmungsgebiete (várzea). Aufgrund ihrer leichten Zugänglichkeit und Bodenfruchtbarkeit wird die várzea schon seit Jahrhunderten besiedelt und genutzt. Ihre Wälder sind durch die häufige Umwandlung in landwirtschaftlich genutzte Flächen und eine intensivierte Holzwirtschaft in zunehmenden Maße gefährdet. In einem über eine Millio Hektar umfassenen Reservat am mittleren Amazonas nahe der Stadt Tefé entwickelt das Institut Mamirauá in Zusammenarbeit mit der ansässigen Bevölkerung Nutzungspläne, um gleichzeitig den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und die Sicherung sowie die Nutzung der natürlichen Ressourcen nachhaltig zu gewährleisten. Ein Teilbereich dieser Pläne ist die Waldbewirtschaftung, für die unter Beteiligung eines deutsch-brasilianischen Kooperationsprogrammes wesentliche Grundlagen zum Wachstumsverhalten versedener Baumarten und Waldtypen erarbeitet werden. Die Zuwachsraten liegen niedriger als bislang für Tropenwälder angenommen, aber über denen in nicht überschwemmten Gebieten. Bei der gegenwärtigen Nutzungsintensität, die unter der kommerzieller Konzessionen in der Region liegt, ist die Nachhaltigkeit der Holzprodukte gewährleistet, wenn übernutzte Arten substituiert und die Schutzvorschriften eingehalten werden können.